Chief Digital Officer vs. Chief Data Officer

Chief Data Officer und Chief Digital Officer tragen häufig dieselbe Abkürzung: CDO. Trotzdem handelt es sich um zwei unterschiedliche Führungsrollen.
Der Chief Data Officer verantwortet die strategische Nutzung und Verwaltung der Unternehmensdaten. Zu seinen zentralen Themen gehören Datenstrategie, Data Governance, Datenqualität, Datenzugriff und die Schaffung einer verlässlichen Grundlage für Analysen und künstliche Intelligenz.
Der Chief Digital Officer treibt dagegen die digitale Transformation des Unternehmens voran. Er verbindet digitale Technologien mit Geschäftsstrategie, Prozessen, Produkten, Dienstleistungen und neuen Geschäftsmodellen.
Vereinfacht ausgedrückt:
- Der Chief Data Officer verantwortet, wie das Unternehmen Daten organisiert, schützt und geschäftlich nutzt.
- Der Chief Digital Officer verantwortet, wie das Unternehmen mithilfe digitaler Technologien seine Prozesse, Angebote und Geschäftsmodelle weiterentwickelt.
Die Rollen überschneiden sich, sind aber nicht identisch. Digitale Prozesse erzeugen Daten, während datenbasierte Erkenntnisse neue digitale Anwendungen ermöglichen. Deshalb müssen Chief Data Officer und Chief Digital Officer eng zusammenarbeiten.
Was bedeutet CDO?
Die Abkürzung CDO kann für zwei Führungsrollen stehen:
- Chief Data Officer
- Chief Digital Officer
Im Englischen werden beide Positionen meist mit denselben drei Buchstaben abgekürzt. Wer lediglich von „dem CDO“ spricht, lässt deshalb offen, welche Funktion gemeint ist.
Zur eindeutigen Unterscheidung können Unternehmen intern beispielsweise folgende Bezeichnungen verwenden:
- CDO Data
- CDO Digital
- Data Officer
- Digital Officer
- Chief Data and Analytics Officer
- Chief Digital and Transformation Officer
Der genaue Titel ist weniger entscheidend als ein klar definiertes Mandat. Aufgaben, Entscheidungsbefugnisse, Schnittstellen und Erfolgskennzahlen müssen eindeutig festgelegt sein.
Chief Data Officer vs Chief Digital Officer im Überblick
| Kriterium | Chief Data Officer | Chief Digital Officer |
|---|---|---|
| Kriterium Hauptfokus | Chief Data Officer Unternehmensdaten | Chief Digital Officer digitale Transformation |
| Kriterium Leitfrage | Chief Data Officer Wie erzeugen wir geschäftlichen Nutzen aus verlässlichen Daten? | Chief Digital Officer Wie entwickeln wir Unternehmen, Prozesse und Angebote digital weiter? |
| Kriterium Strategischer Schwerpunkt | Chief Data Officer Datenstrategie | Chief Digital Officer Digitalisierungsstrategie |
| Kriterium Zentrale Themen | Chief Data Officer Data Governance, Datenqualität, Datenzugriff, Datenanalyse | Chief Digital Officer digitale Prozesse, Produkte, Services, Geschäftsmodelle |
| Kriterium Typische Verantwortung | Chief Data Officer Daten als unternehmensweite Ressource organisieren | Chief Digital Officer digitale Veränderung koordinieren und vorantreiben |
| Kriterium Bezug zu KI | Chief Data Officer Datenbasis, Datenqualität, Governance und verantwortliche Nutzung | Chief Digital Officer Auswahl und geschäftliche Einordnung digitaler und KI-basierter Anwendungsfälle |
| Kriterium Bezug zu ERP | Chief Data Officer Datenstrukturen, Stammdaten, Governance und Datenqualität | Chief Digital Officer digitale Prozesse, Transformation und Einführung neuer Arbeitsweisen |
| Kriterium Häufige Schnittstellen | Chief Data Officer CIO, CTO, Analytics, IT, Datenschutz, Fachbereiche | Chief Digital Officer CEO, CIO, CTO, Vertrieb, Marketing, Produktion, HR und Fachbereiche |
| Kriterium Veränderungsschwerpunkt | Chief Data Officer datengetriebene Organisation | Chief Digital Officer digitales Unternehmen |
Die konkrete Ausgestaltung kann je nach Unternehmensgröße, Branche, Strategie und Organisationsstruktur abweichen. Titel allein reichen deshalb nicht aus, um Verantwortlichkeiten zuverlässig zu erkennen.
Was ist ein Chief Data Officer?
Der Chief Data Officer ist eine Führungskraft, die die unternehmensweite Datenstrategie verantwortet. Ziel ist es, Daten verlässlich, sicher und entsprechend den geschäftlichen Anforderungen nutzbar zu machen.
Unternehmensdaten entstehen unter anderem in:
- ERP-Systemen
- CRM-Systemen
- Produktionssystemen
- Maschinen und Anlagen
- Lager und Logistik
- E-Commerce
- Kundenservice
- Finanzwesen
- Qualitätsmanagement
- Dokumentenmanagement
- externen Datenquellen
Diese Informationen besitzen erst dann einen nachhaltigen geschäftlichen Wert, wenn ihre Bedeutung, Qualität, Herkunft, Verantwortlichkeit und Verwendung nachvollziehbar geregelt sind.
Der Chief Data Officer betrachtet Daten daher nicht nur als technisches Nebenprodukt betrieblicher Anwendungen. Er behandelt sie als strategische Unternehmensressource.
Welche Aufgaben hat ein Chief Data Officer?
Der konkrete Aufgabenzuschnitt hängt vom Unternehmen ab. Typischerweise gehören folgende Verantwortungsbereiche zur Rolle.
Datenstrategie entwickeln
Die Datenstrategie legt fest, wie Daten zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen sollen.
Sie beantwortet unter anderem:
- Welche Daten sind für das Unternehmen besonders wichtig?
- Welche geschäftlichen Anwendungsfälle sollen unterstützt werden?
- Welche Daten müssen zentral verfügbar sein?
- Welche Qualität wird benötigt?
- Wer trägt Verantwortung für einzelne Datenbereiche?
- Welche Analyse- und KI-Anwendungen sind geplant?
- Wie werden Daten sicher bereitgestellt?
- Welche Systeme führen bestimmte Daten?
- Welche Investitionen in Datenplattformen und Kompetenzen sind erforderlich?
Die Datenstrategie muss mit der Unternehmens-, Digitalisierungs- und IT-Strategie abgestimmt sein.
Data Governance aufbauen
Data Governance beschreibt Regeln, Rollen und Verfahren für den Umgang mit Daten.
Dazu gehören:
- Verantwortlichkeiten
- Zugriffsrechte
- Qualitätsstandards
- Freigaben
- Datenklassifikation
- Metadaten
- Aufbewahrung
- Löschung
- Datenaustausch
- Dokumentation
- Eskalationswege
Data Governance ist nicht mit einer einzelnen Softwarefunktion gleichzusetzen. Sie ist ein organisatorischer Rahmen, der technische und fachliche Verantwortlichkeiten verbindet.
Datenqualität sichern
Entscheidungen, Prognosen und Automatisierungen setzen verlässliche Daten voraus.
Der Chief Data Officer schafft Strukturen, mit denen Datenqualität definiert, gemessen und verbessert werden kann.
Relevante Qualitätsmerkmale sind beispielsweise:
- Vollständigkeit
- Richtigkeit
- Eindeutigkeit
- Aktualität
- Konsistenz
- Gültigkeit
- Nachvollziehbarkeit
Die operative Pflege der Daten bleibt häufig bei den zuständigen Fachbereichen. Der Chief Data Officer sorgt dafür, dass Verantwortlichkeiten, Regeln und Qualitätsziele unternehmensweit abgestimmt sind.
Datenverantwortung festlegen
Daten werden in Prozessen erzeugt und verwendet. Deshalb muss klar sein, wer für einzelne Datenbestände verantwortlich ist.
Mögliche Rollen sind:
- Data Owner
- Data Steward
- System Owner
- Data Custodian
- Fachlicher Datenverantwortlicher
- Technischer Datenverantwortlicher
Die Rollen sollten so definiert sein, dass organisatorische und technische Verantwortung nicht miteinander verwechselt werden.
Datenzugriff und Datennutzung organisieren
Daten müssen für berechtigte Personen und Systeme verfügbar sein, ohne Datenschutz, Geschäftsgeheimnisse oder Informationssicherheit zu gefährden.
Der Chief Data Officer wirkt deshalb an Regeln mit für:
- Datenzugriff
- Freigaben
- Datenbereitstellung
- interne Datennutzung
- Datenaustausch mit Partnern
- Anonymisierung
- Pseudonymisierung
- Datenklassifikation
- Nutzung in Analysen und KI-Anwendungen
Datenanalyse ermöglichen
Der Chief Data Officer schafft die Voraussetzungen dafür, dass Fachbereiche Daten für Analysen, Berichte und Entscheidungen nutzen können.
Dazu gehören:
- einheitliche Definitionen von Kennzahlen
- nachvollziehbare Datenquellen
- geeignete Datenmodelle
- geregelter Datenzugriff
- ausreichende Datenqualität
- dokumentierte Zusammenhänge
- Förderung von Datenkompetenz
Ob der Chief Data Officer auch die Analytics-Teams führt, hängt von der Organisationsstruktur ab. Manche Unternehmen bündeln Daten und Analytics in einer gemeinsamen Rolle. Andere schaffen dafür einen Chief Analytics Officer oder eine eigene Analytics-Funktion.
Datenbasis für künstliche Intelligenz aufbauen
KI-Anwendungen benötigen geeignete und verlässliche Daten.
Der Chief Data Officer kann unter anderem dafür sorgen, dass:
- verwendete Datenquellen bekannt sind
- Datenqualität bewertet wird
- Zugriffsrechte geklärt sind
- sensible Daten geschützt werden
- Trainings- und Referenzdaten nachvollziehbar bleiben
- fachliche Verantwortlichkeiten bestehen
- Nutzungsvorgaben dokumentiert sind
- Ergebnisse überprüft werden können
Er verantwortet damit nicht automatisch jede KI-Initiative. Seine Daten- und Governance-Perspektive ist jedoch für viele KI-Anwendungsfälle wesentlich.
Datenkultur und Datenkompetenz fördern
Ein Unternehmen wird nicht allein durch neue Technologie datengetrieben. Mitarbeitende müssen Kennzahlen verstehen, Daten kritisch prüfen und ihre eigene Verantwortung für Datenqualität kennen.
Der Chief Data Officer unterstützt deshalb:
- rollenbezogene Datenkompetenz
- einheitliche Begriffe
- klare Kennzahlendefinitionen
- verantwortungsvolle Datennutzung
- fachübergreifenden Austausch
- transparente Datenentscheidungen
Was ist ein Chief Digital Officer?
Der Chief Digital Officer ist eine Führungskraft, die die digitale Transformation des Unternehmens strategisch und organisatorisch vorantreibt.
Dabei geht es nicht nur um die Einführung neuer Software. Die Rolle verbindet digitale Technologien mit wirtschaftlichen Zielen, Prozessen, Produkten, Dienstleistungen, Kundenerlebnissen und Geschäftsmodellen.
Der Chief Digital Officer stellt unter anderem folgende Fragen:
- Welche digitalen Veränderungen benötigt das Geschäftsmodell?
- Welche Prozesse sollten neu gestaltet werden?
- Welche digitalen Produkte und Services sind sinnvoll?
- Welche Technologien können einen konkreten Geschäftsnutzen schaffen?
- Wie verändern sich Kundenanforderungen?
- Welche Fähigkeiten benötigt die Organisation?
- Wie lassen sich digitale Initiativen priorisieren?
- Wie werden Mitarbeitende in die Veränderung einbezogen?
- Wie wird der Erfolg der Transformation gemessen?
Der Chief Digital Officer ist daher nicht nur Technologiebeobachter. Er muss digitale Möglichkeiten wirtschaftlich einordnen und in eine umsetzbare Transformationsstrategie übersetzen.
Welche Aufgaben hat ein Chief Digital Officer?
Digitalisierungsstrategie entwickeln
Die Digitalisierungsstrategie verbindet technologische Möglichkeiten mit den Unternehmenszielen.
Sie kann unter anderem folgende Bereiche umfassen:
- digitale Geschäftsprozesse
- Automatisierung
- digitale Produkte
- digitale Services
- Kunden- und Partnerportale
- datenbasierte Geschäftsmodelle
- mobile Anwendungen
- künstliche Intelligenz
- Industrie 4.0
- E-Commerce
- digitale Zusammenarbeit
- neue Formen der Wertschöpfung
Der Chief Digital Officer muss dabei zwischen technologischer Attraktivität und tatsächlichem Geschäftsnutzen unterscheiden.
Digitale Transformation steuern
Digitale Transformation betrifft häufig mehrere Unternehmensbereiche gleichzeitig.
Der Chief Digital Officer koordiniert deshalb Initiativen, die beispielsweise Vertrieb, Produktion, Logistik, Service, IT und Personalwesen miteinander verbinden.
Zu seinen Aufgaben können gehören:
- Transformationsprogramm strukturieren
- Initiativen priorisieren
- Abhängigkeiten erkennen
- Ressourcen abstimmen
- Ziele und Kennzahlen definieren
- Fortschritt überwachen
- Hindernisse eskalieren
- Ergebnisse gegenüber der Geschäftsleitung vertreten
Digitale Geschäftsmodelle entwickeln
Digitale Technologien können bestehende Leistungen erweitern oder neue Geschäftsmodelle ermöglichen.
Mögliche Fragestellungen sind:
- Können Produkte durch digitale Services ergänzt werden?
- Lassen sich Maschinendaten für neue Leistungen nutzen?
- Können Kunden Prozesse über Portale selbst ausführen?
- Sind neue Abonnement- oder Servicemodelle möglich?
- Wie können digitale Plattformen Partner und Kunden verbinden?
- Welche datenbasierten Leistungen schaffen einen zusätzlichen Nutzen?
Der Chief Digital Officer entwickelt diese Modelle nicht isoliert. Er verbindet Markt-, Kunden-, Prozess-, Technologie- und Datenperspektive.
Prozesse digitalisieren und neu gestalten
Digitalisierung bedeutet nicht, einen ungeeigneten Papierprozess unverändert in Software nachzubauen.
Der Chief Digital Officer unterstützt dabei:
- Prozesse zu analysieren
- Medienbrüche zu erkennen
- unnötige Schritte zu entfernen
- Verantwortlichkeiten zu klären
- Datenflüsse zu vereinheitlichen
- Automatisierungspotenziale zu bewerten
- digitale End-to-End-Prozesse zu entwickeln
- neue Arbeitsweisen einzuführen
Technologische Entwicklungen bewerten
Der Chief Digital Officer beobachtet neue Technologien und prüft ihre Bedeutung für das Unternehmen.
Dazu können gehören:
- künstliche Intelligenz
- IoT
- Cloud-Anwendungen
- digitale Plattformen
- Automatisierung
- Robotik
- Process Mining
- digitale Zwillinge
- Augmented Reality
- mobile Anwendungen
Nicht jeder Trend benötigt ein Projekt. Entscheidend ist, ob ein konkreter Anwendungsfall, ein geeigneter Prozess und ein nachvollziehbarer Geschäftsnutzen vorhanden sind.
Change Management begleiten
Digitale Transformation verändert Arbeitsweisen, Rollen und Verantwortlichkeiten.
Der Chief Digital Officer muss deshalb:
- die Veränderungsvision vermitteln
- Führungskräfte einbinden
- betroffene Bereiche beteiligen
- Widerstände verstehen
- digitale Kompetenzen fördern
- Schulungsbedarf erkennen
- neue Arbeitsweisen verankern
- Erfolge sichtbar machen
Change Management darf dabei nicht erst kurz vor der Einführung einer Technologie beginnen.
Digitale Kultur fördern
Eine digitale Kultur entsteht nicht allein durch moderne Software.
Sie benötigt:
- Offenheit für neue Lösungen
- fachübergreifende Zusammenarbeit
- Bereitschaft zum Lernen
- verantwortungsvollen Umgang mit Daten
- transparente Entscheidungen
- kontrolliertes Experimentieren
- konstruktiven Umgang mit Fehlern
- klare Verantwortlichkeiten
Der Chief Digital Officer kann diese Entwicklung fördern, muss dabei aber durch Geschäftsleitung und Führungskräfte unterstützt werden.
Chief Data Officer vs Chief Digital Officer: die wichtigsten Unterschiede
1. Datenstrategie vs Digitalisierungsstrategie
Der Chief Data Officer entwickelt die Strategie für den Umgang mit Unternehmensdaten.
Der Chief Digital Officer entwickelt die Strategie für die digitale Transformation des gesamten Unternehmens.
Beide Strategien müssen aufeinander abgestimmt sein. Digitale Initiativen erzeugen und benötigen Daten, während eine Datenstrategie ohne relevante geschäftliche Anwendungsfälle nur begrenzten Nutzen schafft.
2. Datenqualität vs digitale Veränderung
Der Chief Data Officer sorgt für Rahmenbedingungen, durch die Daten verlässlich, verständlich, sicher und nutzbar werden.
Der Chief Digital Officer sorgt dafür, dass digitale Technologien in Prozesse, Produkte, Services und Geschäftsmodelle integriert werden.
3. Governance vs Transformation
Der Chief Data Officer beschäftigt sich intensiv mit Regeln, Verantwortlichkeiten und Qualitätsstandards.
Der Chief Digital Officer konzentriert sich stärker auf Veränderung, Innovation, Priorisierung und Umsetzung digitaler Initiativen.
Das bedeutet nicht, dass der Data Officer nur kontrolliert oder der Digital Officer ausschließlich experimentiert. Beide Rollen benötigen ein Gleichgewicht aus Governance und Fortschritt.
4. Datenasset vs digitales Geschäftsmodell
Der Chief Data Officer betrachtet Daten als strategische Unternehmensressource.
Der Chief Digital Officer betrachtet digitale Technologien und Fähigkeiten als Grundlage für neue oder verbesserte Wertschöpfung.
5. Datenlebenszyklus vs Transformationsportfolio
Der Chief Data Officer setzt sich mit der Erfassung, Speicherung, Qualität, Bereitstellung, Nutzung, Archivierung und Löschung von Daten auseinander.
Der Chief Digital Officer steuert ein Portfolio digitaler Initiativen und bewertet deren Beitrag zur Unternehmensentwicklung.
Wo überschneiden sich Chief Data Officer und Chief Digital Officer?
Die Rollen treffen überall dort aufeinander, wo Digitalisierung auf Daten angewiesen ist.
Besonders eng ist die Zusammenarbeit in folgenden Bereichen:
- künstliche Intelligenz
- Business Intelligence
- Prozessautomatisierung
- Process Mining
- digitale Plattformen
- Kundendaten
- Produktionsdaten
- IoT
- digitale Geschäftsmodelle
- ERP-Einführung
- Stammdatenmanagement
- digitale Services
- Datenprodukte
- Self-Service Analytics
Der Chief Digital Officer kann beispielsweise einen datenbasierten Service entwickeln. Der Chief Data Officer sorgt dafür, dass die benötigten Daten verlässlich, rechtmäßig und nachvollziehbar bereitgestellt werden.
Wie sollten Chief Data Officer und Chief Digital Officer zusammenarbeiten?
Gemeinsame Prioritäten definieren
Digital- und Datenstrategie dürfen nicht getrennt voneinander geplant werden.
Für jede wesentliche Digitalisierungsinitiative sollte geklärt werden:
- Welche Daten werden benötigt?
- Sind die Daten verfügbar?
- Reicht ihre Qualität aus?
- Wer ist verantwortlich?
- Welche Zugriffsrechte gelten?
- Welche Risiken bestehen?
- Welcher Geschäftsnutzen wird erwartet?
- Welche Systeme und Prozesse sind betroffen?
Gemeinsames Initiativenportfolio führen
Digitale Ideen sollten nicht unabhängig von Datenverfügbarkeit und Governance priorisiert werden.
Umgekehrt sollten Datenprojekte nicht allein aus technischer Sicht entstehen. Sie benötigen einen klaren Bezug zu Prozessen, Entscheidungen, Kunden oder Geschäftsmodellen.
Verantwortlichkeiten eindeutig festlegen
Überschneidungen führen schnell zu Konflikten, wenn unklar bleibt, wer entscheidet.
Für gemeinsame Themen sollten Unternehmen festlegen:
- Wer verantwortet das Geschäftsziel?
- Wer verantwortet die Daten?
- Wer verantwortet die Technologie?
- Wer genehmigt den Anwendungsfall?
- Wer trägt das Budget?
- Wer entscheidet bei Zielkonflikten?
- Wer misst den Nutzen?
- Wer verantwortet den laufenden Betrieb?
Gemeinsame Kennzahlen verwenden
Die Rollen sollten nicht ausschließlich anhand separater technischer Kennzahlen bewertet werden.
Gemeinsame Erfolgsgrößen können sich beispielsweise beziehen auf:
- Nutzung digitaler Prozesse
- Qualität geschäftskritischer Daten
- Reduzierung manueller Übertragungen
- Verfügbarkeit relevanter Informationen
- Nutzung datenbasierter Services
- Zuverlässigkeit von Analysen
- messbare Verbesserung betrieblicher Prozesse
Die geeigneten Kennzahlen hängen vom konkreten Vorhaben ab.
Chief Data Officer vs Chief Digital Officer bei künstlicher Intelligenz
KI macht die Zusammenarbeit besonders wichtig.
Der Chief Digital Officer betrachtet unter anderem:
- mögliche KI-Anwendungsfälle
- Auswirkungen auf Prozesse
- Nutzen für Kunden und Mitarbeitende
- Veränderungen von Produkten und Services
- Integration in die Digitalisierungsstrategie
- organisatorische Umsetzung
- Veränderungs- und Schulungsbedarf
Der Chief Data Officer betrachtet unter anderem:
- benötigte Daten
- Datenqualität
- Zugriffsrechte
- Datenherkunft
- Datenklassifikation
- Dokumentation
- Governance
- verantwortliche Nutzung
- Überwachung datenbezogener Risiken
Die technische Umsetzung kann zusätzlich beim CIO, CTO, in der IT oder bei spezialisierten Data- und AI-Teams liegen.
Keine dieser Blickrichtungen reicht allein aus. Ein attraktiver KI-Anwendungsfall ohne geeignete Daten bleibt unzuverlässig. Eine hochwertige Datenbasis ohne klaren Anwendungsfall erzeugt dagegen nicht automatisch Geschäftsnutzen.
Chief Data Officer, Chief Digital Officer, CIO und CTO
Neben den beiden CDO-Rollen bestehen weitere technologische Führungsfunktionen.
Chief Information Officer
Der Chief Information Officer verantwortet typischerweise die IT-Strategie und den zuverlässigen Betrieb der unternehmensweiten Informationssysteme.
Zu seinen Themen können gehören:
- IT-Architektur
- Infrastruktur
- Unternehmensanwendungen
- IT-Betrieb
- IT-Sicherheit
- Support
- Anbietersteuerung
- Integration
- Verfügbarkeit
- IT-Budget
Der CIO stellt die technologische Grundlage bereit, auf der Daten- und Digitalstrategien umgesetzt werden können.
Chief Technology Officer
Der Chief Technology Officer verantwortet häufig die technologische Entwicklung von Produkten, Plattformen oder technischen Lösungen.
Je nach Unternehmen kann sein Schwerpunkt liegen auf:
- Technologiearchitektur
- Produktentwicklung
- Engineering
- Forschung und Entwicklung
- technischen Plattformen
- technologischer Innovation
Die genaue Abgrenzung zum CIO unterscheidet sich nach Geschäftsmodell und Organisationsstruktur.
Chief Analytics Officer
Ein Chief Analytics Officer konzentriert sich auf Analysefähigkeiten und die geschäftliche Nutzung analytischer Verfahren.
Zu seinen Themen können gehören:
- Business Intelligence
- Advanced Analytics
- Data Science
- statistische Modelle
- Prognosen
- Analyseprodukte
- analytische Entscheidungsunterstützung
In einigen Unternehmen übernimmt der Chief Data Officer diese Aufgaben mit. Andere trennen Datenmanagement und Analytics bewusst.
Benötigt jedes Unternehmen beide CDO-Rollen?
Nicht jedes Unternehmen benötigt jeweils einen eigenen Chief Data Officer und Chief Digital Officer.
Entscheidend sind:
- Unternehmensgröße
- Komplexität
- Branche
- Digitalisierungsgrad
- Datenvolumen
- regulatorische Anforderungen
- Zahl der Standorte
- Bedeutung digitaler Geschäftsmodelle
- Relevanz von KI und Analytics
- vorhandene Führungsstruktur
- vorhandene Kompetenzen bei CIO, CTO und Fachbereichen
Kleinere und mittelständische Unternehmen können die Verantwortungsbereiche auch anderen Rollen zuordnen.
Mögliche Modelle sind:
- eine gemeinsame Data-and-Digital-Funktion
- Verantwortung beim CIO
- Verantwortung bei der Geschäftsleitung
- Data Governance Council
- bereichsübergreifendes Transformationsteam
- Chief Data and Analytics Officer
- Digital Transformation Manager
- Data Governance Lead
- Chief Information and Digital Officer
Auch ohne C-Level-Titel müssen Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse klar geregelt sein.
Wann ist ein Chief Data Officer sinnvoll?
Eine zentrale Datenverantwortung sollte geprüft werden, wenn:
- dieselben Kennzahlen unterschiedlich definiert sind
- Stammdaten häufig fehlerhaft oder unvollständig sind
- Daten in getrennten Systemen liegen
- Fachbereiche Daten unterschiedlich interpretieren
- Analytics- und KI-Projekte an Datenproblemen scheitern
- Datenzugriffe unklar sind
- eine unternehmensweite Datenstrategie fehlt
- regulatorische Vorgaben hohe Anforderungen stellen
- Datenprodukte oder datenbasierte Services entwickelt werden
- Verantwortlichkeiten für Datenqualität nicht geklärt sind
Die Rolle muss nicht zwingend den Titel Chief Data Officer tragen. Wichtig ist ein ausreichendes Mandat für bereichsübergreifende Entscheidungen.
Wann ist ein Chief Digital Officer sinnvoll?
Eine zentrale Digitalisierungsverantwortung sollte geprüft werden, wenn:
- viele Digitalisierungsinitiativen unkoordiniert nebeneinander laufen
- eine übergreifende Digitalisierungsstrategie fehlt
- digitale Projekte keinen klaren Geschäftsnutzen besitzen
- Geschäftsbereiche isolierte Lösungen einführen
- neue digitale Produkte oder Services entwickelt werden sollen
- Prozesse unternehmensweit neu gestaltet werden müssen
- das bestehende Geschäftsmodell digitalen Veränderungsdruck erfährt
- Führung und Fachbereiche eine gemeinsame Transformationsrichtung benötigen
- digitale Kompetenzen systematisch aufgebaut werden müssen
- eine ERP-Einführung Teil einer größeren Transformation ist
Welche Kompetenzen benötigt ein Chief Data Officer?
Ein Chief Data Officer benötigt eine Verbindung aus Daten-, Geschäfts- und Führungskompetenz.
Wichtige Fähigkeiten sind:
- Datenstrategie
- Data Governance
- Datenmanagement
- Datenqualität
- Datenarchitektur
- Analytics-Verständnis
- KI-Grundverständnis
- Datenschutz und Datensicherheit
- Prozessverständnis
- wirtschaftliches Denken
- Stakeholdermanagement
- Kommunikation
- Führung
- Change Management
- Priorisierung
- Konfliktlösung
Der Chief Data Officer muss technische Sachverhalte verstehen und gleichzeitig deren geschäftliche Bedeutung vermitteln können.
Welche Kompetenzen benötigt ein Chief Digital Officer?
Ein Chief Digital Officer benötigt eine Verbindung aus Strategie, Technologie, Innovation und Veränderungsmanagement.
Wichtige Fähigkeiten sind:
- Digitalisierungsstrategie
- Geschäftsmodellentwicklung
- Prozessgestaltung
- Technologieverständnis
- Innovationsmanagement
- Portfoliomanagement
- wirtschaftliche Bewertung
- Kundenerlebnis
- Change Management
- Kommunikation
- Führung
- Stakeholdermanagement
- bereichsübergreifende Zusammenarbeit
- Entscheidungsfähigkeit
- Umgang mit Unsicherheit
Er muss technologische Möglichkeiten erkennen, darf sie aber nicht vom tatsächlichen Geschäftsbedarf lösen.
Chief Data Officer vs Chief Digital Officer bei der ERP-Auswahl
Ein ERP-System verbindet zentrale Unternehmensdaten und Geschäftsprozesse. Deshalb sollten Daten- und Digitalverantwortliche in Auswahl und Einführung eingebunden werden.
Perspektive des Chief Data Officer
Der Chief Data Officer betrachtet unter anderem:
- Datenmodell
- Stammdaten
- Datenqualität
- Datenverantwortung
- Zugriffsrechte
- Datenklassifikation
- Migration
- Schnittstellen
- Metadaten
- Berichte und Kennzahlen
- Datenexport
- Archivierung
- Grundlage für Analytics und KI
Perspektive des Chief Digital Officer
Der Chief Digital Officer betrachtet unter anderem:
- Unterstützung der Digitalisierungsstrategie
- End-to-End-Prozesse
- Automatisierung
- Benutzererlebnis
- mobile Prozesse
- digitale Services
- Integrationsfähigkeit
- Skalierbarkeit
- Change Management
- Weiterentwicklung des Geschäftsmodells
- organisatorische Auswirkungen
- Nutzen für Kunden und Mitarbeitende
Gemeinsame Perspektive
Beide Rollen sollten gemeinsam prüfen:
- Unterstützt das System die strategischen Ziele?
- Entsteht eine verlässliche Datenbasis?
- Können Prozesse durchgängig gestaltet werden?
- Sind Integrationen nachvollziehbar?
- Können Daten für Entscheidungen und Analysen genutzt werden?
- Sind Governance und Zugriffsrechte berücksichtigt?
- Lassen sich digitale Anwendungen sinnvoll erweitern?
- Werden Mitarbeitende auf neue Prozesse vorbereitet?
- Bleiben Daten bei Veränderungen und Wachstum beherrschbar?
Chief Data Officer und Chief Digital Officer im produzierenden Mittelstand
In Fertigungsunternehmen treffen digitale Transformation und Datenstrategie besonders eng aufeinander.
Relevante Daten entstehen beispielsweise in:
- Kundenaufträgen
- Stücklisten
- Arbeitsplänen
- Produktionsplanung
- Fertigungssteuerung
- Betriebsdatenerfassung
- Maschinendatenerfassung
- Qualitätsmanagement
- Lager und Logistik
- Instandhaltung
- Nachkalkulation
- Service
Der Chief Data Officer sorgt dafür, dass Datenstrukturen, Verantwortlichkeiten und Qualitätsanforderungen geregelt sind.
Der Chief Digital Officer betrachtet, wie diese Daten und Technologien genutzt werden können, um:
- Prozesse zu digitalisieren
- Maschinen zu vernetzen
- Fertigungsinformationen schneller bereitzustellen
- digitale Services zu entwickeln
- Produktionsprozesse transparenter zu machen
- manuelle Schnittstellen zu reduzieren
- neue Kundenangebote zu schaffen
- Automatisierung und KI sinnvoll einzusetzen
Für mittelständische Unternehmen ist dabei nicht zwingend die Einrichtung zweier neuer Vorstandspositionen erforderlich. Entscheidend ist, dass beide Verantwortungsbereiche organisatorisch abgedeckt sind.
Die Rolle von ERP-Systemen für Data und Digital
Ein ERP-System verbindet zentrale Prozesse und Daten aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen.
Dazu können gehören:
- Vertrieb
- Einkauf
- Materialwirtschaft
- Fertigung
- Lager
- Qualitätsmanagement
- Projektmanagement
- Rechnungswesen
- Controlling
Für die Datenstrategie bietet das ERP-System einen strukturierten Kontext für Stamm- und Bewegungsdaten. Für die Digitalisierungsstrategie bildet es eine Grundlage für durchgängige Prozesse und den Datenaustausch mit ergänzenden Anwendungen.
Ein ERP-System ist jedoch nicht automatisch die alleinige Datenplattform eines Unternehmens. Abhängig von der Systemlandschaft können zusätzlich CRM, MES, PDM, DMS, Data Warehouse, Data Lake, Analytics-Plattformen und weitere Fachanwendungen benötigt werden.
Entscheidend ist, dass:
- führende Datenquellen definiert sind
- Schnittstellen nachvollziehbar funktionieren
- Datenverantwortung geklärt ist
- gemeinsame Begriffe verwendet werden
- Qualitätsregeln bestehen
- Zugriffsrechte geregelt sind
- Daten für vorgesehene Prozesse verfügbar sind
Chief Data Officer und Chief Digital Officer mit Abas ERP
Abas ERP verbindet zentrale Geschäftsprozesse mittelständischer Fertigungsunternehmen in einem gemeinsamen Systemzusammenhang.
Für Datenverantwortliche sind dabei insbesondere folgende Themen relevant:
- zentrale Stammdaten
- durchgängige Auftragsdaten
- Material- und Bestandsinformationen
- Fertigungsdaten
- Rückmeldungen aus der Produktion
- Qualitätsinformationen
- Kosten- und Nachkalkulationsdaten
- Rollen und Berechtigungen
- Schnittstellen zu ergänzenden Systemen
Für Digitalverantwortliche stehen unter anderem folgende Aspekte im Mittelpunkt:
- Digitalisierung durchgängiger Prozesse
- Reduzierung manueller Datenübertragungen
- Verbindung von Fachbereichen
- mobile Anwendungen
- Integration von Maschinen und Systemen
- Unterstützung neuer Arbeitsweisen
- Ausbau von Analytics und Production Intelligence
- organisatorische Verankerung digitaler Prozesse
Der Nutzen entsteht nicht allein durch die Einführung der Software. Datenqualität, Verantwortlichkeiten, Prozessgestaltung und Kompetenzaufbau müssen gemeinsam entwickelt werden.
Checkliste: Rollen von Chief Data Officer und Chief Digital Officer abgrenzen
Datenstrategie
- Wer verantwortet die unternehmensweite Datenstrategie?
- Wer legt Standards für Datenqualität fest?
- Wer definiert Data Governance?
- Wer verantwortet Datenzugriffe?
- Wer entscheidet über kritische Datennutzung?
- Wer koordiniert Data Owner und Data Stewards?
- Wer schafft die Datenbasis für Analytics und KI?
Digitalisierungsstrategie
- Wer verantwortet die digitale Transformation?
- Wer priorisiert digitale Initiativen?
- Wer bewertet neue Technologien?
- Wer entwickelt digitale Produkte und Services?
- Wer koordiniert die digitale Prozessgestaltung?
- Wer verantwortet Change Management und Kompetenzaufbau?
- Wer misst den geschäftlichen Nutzen digitaler Vorhaben?
Zusammenarbeit
- Sind Daten- und Digitalstrategie aufeinander abgestimmt?
- Gibt es ein gemeinsames Initiativenportfolio?
- Sind Entscheidungsbefugnisse geklärt?
- Existieren gemeinsame Erfolgskennzahlen?
- Werden KI-Anwendungsfälle gemeinsam geprüft?
- Sind CIO, CTO und Fachbereiche eingebunden?
- Ist für jedes Projekt die Datenverantwortung geklärt?
ERP und Systemlandschaft
- Sind führende Systeme für wichtige Daten definiert?
- Sind Stammdatenverantwortliche benannt?
- Sind Schnittstellen und Datenflüsse dokumentiert?
- Ist die Datenmigration geregelt?
- Werden Datenqualität und Prozessqualität gemeinsam betrachtet?
- Sind Zugriffsrechte nachvollziehbar?
- Unterstützt die Systemlandschaft Analytics und KI?
- Gibt es eine kontrollierte Weiterentwicklung der Architektur?
Organisation
- Benötigt das Unternehmen beide Rollen als eigene Position?
- Können Verantwortlichkeiten in bestehenden Funktionen verankert werden?
- Ist das Mandat ausreichend?
- Sind Budget und Ressourcen geklärt?
- Gibt es einen gemeinsamen Verantwortlichen bei Zielkonflikten?
- Sind Aufgaben unabhängig von den konkreten Titeln dokumentiert?
Fazit: Chief Data Officer und Chief Digital Officer ergänzen sich
Der Vergleich Chief Data Officer vs Chief Digital Officer zeigt zwei unterschiedliche, aber eng miteinander verbundene Führungsrollen.
Der Chief Data Officer verantwortet die strategische Nutzung und Governance der Unternehmensdaten. Er schafft Voraussetzungen für Datenqualität, geregelten Zugriff, verlässliche Analysen und geeignete Daten für künstliche Intelligenz.
Der Chief Digital Officer verantwortet die digitale Transformation. Er verbindet Technologien mit Geschäftsstrategie, Prozessen, Produkten, Services und organisatorischer Veränderung.
Der wichtigste Unterschied liegt damit im jeweiligen Kernauftrag:
- Der Chief Data Officer macht Daten verlässlich und nutzbar.
- Der Chief Digital Officer macht digitale Veränderung strategisch und umsetzbar.
Unternehmen benötigen nicht zwingend zwei getrennte C-Level-Positionen. Sie müssen jedoch beide Verantwortungsbereiche abdecken. Sobald Aufgaben unklar verteilt sind, entstehen Datenprobleme, parallele Digitalisierungsinitiativen und Konflikte zwischen Technologie, Governance und Geschäftszielen.
Besonders bei ERP-Einführungen, KI-Anwendungen und Industrie-4.0-Projekten ist eine enge Zusammenarbeit erforderlich. Digitale Prozesse brauchen verlässliche Daten. Eine Datenstrategie benötigt wiederum konkrete geschäftliche Anwendungsfälle.
Erst wenn digitale Transformation und Datenstrategie ineinandergreifen, können Unternehmen Technologien nicht nur einführen, sondern daraus einen nachhaltigen betrieblichen Nutzen entwickeln.