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Digitale Transformation – Ist der Mittelstand gerüstet?

Digitale Transformation

„Nichts ist beständiger als der Wandel“, so schrieb es Darwin bereits im 19. Jahrhundert und lehrte uns: Die stärkste Spezies ist die, die fähig ist, sich an Veränderungen anzupassen. Der Mittelstand galt immer als Träger der deutschen Wirtschaft. Doch wird das auch weiterhin so bleiben? Es kommt darauf an. Die Digitale Transformation bietet neue Chancen, aber auch Herausforderungen.

Die Digitale Transformation betrifft das gesamte Unternehmen

Die Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen zieht sich durch alle Unternehmensbereiche: Von der Auftragsvergabe bis zum Kundenservice entstehen neue Angebote, die immer weniger manuell ausgeführt werden und immer weniger menschliche Fähigkeiten erfordern.

Im Consumer Bereich ist der Kunde bereits an eine maschinelle Bearbeitung seiner Aufträge gewohnt – weniger Papier, geringerer Einsatz an menschlichem Support und dafür eine immer größere Vernetzung verschiedenster Daten und Systeme sind die Folge. 

Beispiele für B2C-Anwendungen: 

  • Vertragsunterzeichnung per Tablet
    Unterschriften müssen nicht mehr physisch auf Papier erfolgen. Verträge werden auf dem Tablet angesehen, unterzeichnet und zur Weiterverarbeitung versendet.
  • Flugticket über QR-Code 
    Der Ausdruck des eigenen Flugtickets ist überflüssig geworden. Von der Flugbuchung über den Check-In bis zum Boarding benötigt man nur sein Smartphone – das Ticket wird über einen QR-Code eingelesen.
  • Internet of Things im Zuhause
    Der Amazon Dash Button macht es möglich, Gebrauchsprodukte wie Shampoo oder Waschmittel per Knopfdruck nachzubestellen – ohne jemals ein Bestellformular auszufüllen oder das Produkt in einen Warenkorb zu legen. Die Bestellung wird direkt vor die Haustür geliefert – bald vielleicht schon per Drohne.
  • Optimierte Routenplanung
    Das Smartphone erinnert an Termine und liefert dazu eine Schätzung mit, wie viel Zeit die Route bei aktueller Verkehrslage in Anspruch nehmen würde. Adressen müssen nicht mehr manuell eingegeben werden, die Wegbeschreibung wird automatisch anhand der mit dem Termin verknüpften Daten erstellt.  
  • Chat-Bots, die automatisch Kundenanfragen beantworten - Maschinen leisten first level support
    Der Kunde erhält Hilfestellung bei Problemen ohne jemals mit einem Menschen zu kommunizieren.

 Digitale Transformation - B2C Anwendungen


Auch im Geschäftskundenbereich fordert der Kunde zunehmend die einfache und schnelle Erfüllung seiner Bedürfnisse ein. Im B2B-Bereich finden sich immer mehr Anwendungen, die im Zuge der Digitalisierung ihren Siegeszug antreten.

Beispiele für B2B-Anwendungen:

  • Automatisierte Dokumentenerfassung 
    Dokumente werden ohne menschliches Zutun eingelesen, analysiert und die enthaltenen Daten weiterverarbeitet.
  • Industrie 4.0. Anwendungen
    Ganze Produktionsketten werden ohne den Eingriff eines Menschen gesteuert. Unterschiedlichste Maschinen kommunizieren miteinander und stoßen Produktionsprozesse an.
  • Predictive Analytics Programme
    Software, die basierend auf vergangenen Ereignissen zukünftige Ergebnisse vorhersagt und es damit ermöglicht, bessere Entscheidungen zu treffen (beispielsweise um im Vertrieb die Verkaufsprojekte mit den höchsten Chancen zu bearbeiten).
  • Big Data und Datenvisualisierung
    Daten werden aus unterschiedlichsten Quellen aggregiert und für den Anwender so aufbereitet und visualisiert, dass Zusammenhänge erkennbar werden.
     

Wo liegen die Herausforderungen für den Mittelstand? 

Ob der Mittelstand die stärkste Spezies der deutschen Wirtschaft bleiben wird, hängt ganz davon ab, ob sich der Mittelstand der Veränderung bewusst ist und diese aktiv voranbringt oder ob er sich auf seiner aktuellen starken Lage „ausruht“.

Veränderung beginnt im Kopf und so ist auch die digitale Transformation neben den technischen Veränderungen vor allem ein kultureller Wandel. Die Faktoren Personal und Unternehmensleitung bestimmen neben folgenden Faktoren wesentlich, ob der Mittelstand weiterhin so erfolgreich sein wird:

  • Veränderung der Prozesse
    Sind überhaupt die Voraussetzungen gegeben, einen Prozess im Unternehmen zu digitalisieren oder sind die Techniken so veraltet, dass eine Digitalisierung des Prozesses unmöglich ist?
  • Change Management
    Mitarbeiter, die ein mittelständisches Unternehmen mitaufgebaut haben und Prozesse entwickelt haben, halten an diesen möglicherweise unnötig fest. In der Digitalen Transformation braucht es Führungskräfte, die mit diesen Menschen und ihren Bedürfnissen umgehen können und trotzdem weiterhin Leitbild für den Wandel sind.
  • Agile Projekt- und Entwicklungsumgebungen
    Niemand weiß, wie die Welt in 2 Jahren aussehen wird. Heute noch aktuelle Technologien können dann längst veraltet sein. Komplexe Projekte erfordern eine agile Entwicklungsumgebung, um stets nach Marktgeschehen agieren zu können und Risiken stets zu minimieren.
  • Transparenz und Mitbestimmung
    Der Kunde ist dank Google und sozialer Netzwerke informierter denn je. Informationssilos und klassische Gatekeeper-Funktionen werden durch die vernetzte Welt aufgebrochen.  Ein informierter Kunde fordert womöglich mehr Mitbestimmung und kann bestimmte Dinge selbst erledigen. Die Frage ist, ob Ihr Unternehmen darauf vorbereitet ist.

Digitale Transformation - B2B Anwendungen
 

Welche Rolle spielt das ERP System bei der Digitalen Transformation? 

Das ERP Programm ist wesentlicher Bestandteil des Unternehmens – Hier laufen alle Geschäftsdaten zusammen. Jedes neue System oder jeder neue Prozess verändert bzw. erweitert die Funktionalität der ERP Software.

Ob Ihr ERP System den Anforderungen der Digitalisierung gewachsen ist, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:

Flexibilität und Hyperconnectivität

Neue Geschäftsmodelle haben häufig neue Software zur Folge. Daten, die im ERP von unterschiedlichsten Systemen zusammenlaufen, müssen lesbar, auswertbar und verarbeitbar sein. Ein ERP, das ein Silo ist und nicht die Fähigkeit besitzt, neue Datenmodelle oder neue Software zu integrieren, ist ein nutzloses ERP.

Dauerhafter Zugriff und Mobilität

Ein ERP Programm „in der Hosentasche“. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Sie auch mit dem Smartphone ERP Daten abrufen und komplexe Analysen erstellen wollen. Um auf die Daten jederzeit zugreifen zu können, braucht es eine mobile Cloud-Lösung, die immer auf dem aktuellsten Stand ist.

Big Data & die passende IT-Architektur

Alles, was gespeichert werden kann, wird auch analysiert. Ihre ERP Software muss in der Lage sein, eine unendlich große Masse an Daten zu verarbeiten. Dazu muss im Hintergrund eine entsprechende Architektur bereitstehen, um die wachsenden Datenquellen verarbeiten und nutzbar machen zu können. 

Unbestritten ist, dass die Digitalisierung die Komplexität in Ihren Geschäftsprozessen erhöht.  Das ERP System als zentrale Anwendung spielt dabei eine erhebliche Rolle. 

Ein Unternehmen, das seine Digitalstrategie effizient umsetzen und Komplexitätsfallen vermeiden möchte, braucht daher eine flexible und skalierbare IT-Architektur. Und das unabhängig von der zugrundeliegenden Plattform – immer verfügbar per Cloud, hybriden Lösungen, traditionellen On-Premise-Systemen oder mobil.

Mehr über die kritischen Trends und Marktentwicklungen für Ihr Business erfahren Sie in unserem Whitepaper.

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