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ERP-Komplettpaket von abas unterstützt Auftrags- und Serienfertigung bei ANDRITZ Ritz

Pumpen aus Schwäbisch Gmünd versorgen Las Vegas mit Trinkwasser

Karlsruhe, 23.04.2014 – Wasser ist unser kostbarstes Gut und wird mitunter auch aus großen Tiefen gefördert. Schon im Mittelalter trieben versierte Baumeister Brunnen bis auf eine Tiefe von 176 Meter in den Fels. Hinaufbefördert wurde das kostbare Nass dann mit Muskelkraft. Bei Tiefen von über 1.000 Metern bei den Mineralbrunnen der Gegenwart würden Mensch und Tier dabei wohl schnell an ihre Grenzen stoßen. Diese Aufgabe übernehmen heute leistungsstarke Pumpen. Wie die des Pumpenbauers ANDRITZ Ritz. Seit mehr als 135 Jahren unterstützen die Schwäbisch Gmünder ihre Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm bei der Bewältigung anspruchsvoller Förderaufgaben in den Bereichen Wasserversorgung, Bergbau, Industrie, Abwasser und Offshore.

Als 2004 die aus vielen Software-Inseln bestehende IT-Landschaft die Veränderungen in einem dynamischen Markt nicht mehr optimal unterstützen konnte, beschloss man ein neues ERP-System zu suchen. Ziel der Migration war es die IT-Systemlandschaft im Haus zu vereinheitlichen, schneller in den Prozessen zu werden und Einsparpotenziale zu erschließen.

Pumpen für jeden Zweck

ANDRITZ Ritz ist einer der weltweit führenden Hersteller von Pumpen und Motoren für den Transport von Flüssigkeiten aller Art. Die Schwäbisch Gmünder orientieren sich an den Anforderungen des Marktes und sind auf anspruchsvolle Projekte, wie beispielsweise das am Stausee des Colorado River Lake Mead spezialisiert, wo die Pumpen der Ostwürttemberger für die Trinkwasserversorgung von Las Vegas zuständig sind. IT-Leiter Hans-Jürgen Steeb: „Unser Angebot reicht von der Beratung und der Auftragsabwicklung über die Lieferung bis zu After-Sales-Services wie Wartung, Reparaturen und Ersatzteilversorgung von Pumpen aller Art. Produziert werden maßgeschneiderte Großanlagen, aber auch Kleinserien für den Maschinen- und Anlagenbau oder die Stahlindustrie.“

Ein ERP-System für alle Fälle

Hans-Jürgen Steeb war bei der Einführung des ERP-Systems Projektleiter auf Anwenderseite: „Das Abbilden unserer unterschiedlichen Fertigungsverfahren ist eine Herausforderung für ein ERP-System, da neben einem geeigneten Funktionsumfang auch ein hohes Maß an Flexibilität erforderlich ist. Zum Beispiel sollten eine wachsende Stückliste und notwendige Engineering-Leistungen verwaltet werden, um somit die volle Projektkostenkontrolle zu erhalten. Mit der neuen ERP-Software wollten wir darüber hinaus unsere Mitarbeiter bei der Produktion von Standardpumpen entlasten, die Kosten für Personal und IT-Systeme senken und unabhängig vom Wissen Einzelner werden. Mit der abas Business Suite und unserem Implementierungspartner ABAS Informationssysteme ist uns das gelungen.“

ERP automatisiert Produktion

Durch Innovationen, weltweite Verzahnung und maximal automatisierte Prozesse gelingt es ANDRITZ Ritz seine Pumpen in hoher Qualität und mit großer Liefersicherheit zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Dass das so ist, liegt nicht zuletzt an der eingesetzten Unternehmens-IT. „Wir haben unser ERP-System so modifiziert, dass pro Arbeitsplatz sofort die für den Arbeitsbereich wichtigen Kennzahlen visualisiert werden. Beispielsweise gibt es in der Auftragsmaske einen Reiter, der die Kollegen aus dem Verkauf über Nettopreis, Listenpreis oder die Sondereinzelkosten informiert. Wird die Vor- und Nachkalkulation dagegen gestellt, weiß man sofort wo Geld verdient wird und wo nicht. Der Trend in unserem Haus geht zum Einzelprojektgeschäft, da sind diese Informationen essenziell. Als die Disposition in der abas Business Suite das erste Mal lief und auf Knopfdruck exakte Planungswerte lieferte, merkte der eine oder andere Anwender, was es bedeutet, mit einem integrierten System zu arbeiten,“ erinnert sich Hans-Jürgen Steeb. „Die anfängliche Skepsis bezüglich der neuen ERP-Software verwandelte sich in im Laufe des Optimierungszeitraumes zu einem konstruktiven Dialog zwischen Fachabteilung und IT. Waren vor abas Excel-Listen an der Tagesordnung, haben wir heute durch abas ein integriertes Tool um damit Themen wie Lagerbestand oder Reservezeiten in der Produktion zu optimieren, was wiederum die Liquidität und Produktivität erhöht.“ Um auch im Bereich Standardpumpen wettbewerbsfähig zu bleiben, mussten dort mit Software-Unterstützung möglichst viele Prozesse automatisiert werden. IT-Leiter Steeb: „Der Mitarbeiter im Vertrieb gibt im Produktkonfigurator ein, für welche Anwendung die Pumpe benötigt wird und wie viel Wasser auf welche Höhe gepumpt werden soll. Die Software wählt dann eine passende Pumpe aus und sendet den Artikel mit den definierten Merkmalen an unser ERP-System. Dort wird automatisch die Auftragsfertigungsliste erzeugt und die Produktion angestoßen. Bei der Fertigung von Standardpumpen benötigen wir keine Mitarbeiter mehr im Auftragszentrum und in der Arbeitsvorbereitung, die sich so voll und ganz den komplexen Prozessen im Großpumpenbau widmen können.“

Zukunftssicherung durch Produktivitätssteigerungen

„Schnellere Reaktionszeit, bessere Performance“, Hans-Jürgen Steeb muss nicht lange überlegen um die Anforderungen des Marktes zu beschreiben. „Im Prinzip muss ich jeden Tag wissen wo das Unternehmen steht. Um dies zufriedenstellend beauskunften zu können, ist immer eine Mischung aus Software und organisatorischen Prozessen notwendig. Mit dem ERP-System von abas steht uns hier ein ausgezeichnetes Tool zur Verfügung in dem ich alle, auch sich ändernde Anforderungen des Marktes, der Lieferanten, Kunden etc. immer wieder neu abbilden kann. Letztendlich sichern sichere Prozesse dem Unternehmen einen Zeit- und Kostenvorteil. Durch den Zeitvorteil stehen dem Unternehmen zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung die zusätzliches Geschäft generieren können. Das Unternehmen kann so bei gleichbleibender Kostenstruktur ein höheres Unternehmensergebnis erzielen, dadurch die Produktivität steigern und mit dieser Steigerung die Zukunft finanzieren.“

Neues Werk angebunden

Zum 31.07.2013 startete der Betrieb der abas Business Suite bei der 100% Tochter von ANDRITZ Ritz, ANDRITZ Atro in Nürnberg. Auf dem Server der schwäbischen Mutter wurde zuerst die Finanzbuchhaltung, der Einkauf und Verkauf sowie der Produktkonfigurator in Betrieb genommen. Mit Einsatz der abas Business Suite sollen nun auch am ANDRITZ Standort Nürnberg organisatorische Inseln aufgelöst und in der abas Business Suite abgebildet werden. Hans-Jürgen Steeb ist auch dort für die IT zuständig: „Wir profitieren bei der Einführung des ERP-Systems bei unserer Tochter von den Erfahrungen der Einführungszeit im ANDRITZ RITZ Stammwerk in Schwäbisch Gmünd.“ abas wird bei ANDRITZ Atro nah am Standard implementiert. Ein Ziel der Einführung ist es, Prozesse an allen ANDRITZ Ritz Werken gleich in der Unternehmenssoftware abzubilden. Jahrelang erworbenes ERP-Know-how und Synergien sollen so sofort genutzt werden. Denn die ERP-Software ist für die Schwäbisch Gmünder nicht zuletzt auch ein Qualitätssicherungsinstrument für die Produktion der verschiedenen Produkte. Und davon profitieren dann wieder alle Standorte.

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