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Förderung der Digitalisierung: Anschubhilfe vom Staat

Förderung der Digitalisierung_abas ERP

Für viele Mittelständler ist die digitale Transformation Fluch und Segen zugleich: Einerseits eröffnen Industrie 4.0 und IoT wirtschaftlich attraktive Zukunftspotenziale. Spannende Geschäftsmodelle, neue Märkte und optimierte Prozesse bieten vielfältige Chancen, die Umsätze zu erhöhen, Kosten zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Auf der anderen Seite erfordert eine erfolgreiche Digitalisierung mehr Wendigkeit im Denken und Handeln – und hohe Investitionen in innovative Technologien. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen scheint die Smart Factory damit als unwägbares unternehmerisches Risiko - die Förderung der Digitalisierung aus staatlichen Töpfen soll den Mittelstand deshalb unterstützen.

Digitalisierung in Deutschland: Vorsichtige Zurückhaltung bei Investitionen

Laut einer Studie des ZEW ist für 32 Prozent der mittelständischen Firmen die ungesicherte Finanzierung ein Hauptgrund für den schleppenden Einstieg in die Digitalisierung. Die Eigenkapitalquote im deutschen Mittelstand ist mit ca. 30 Prozent traditionell hoch, doch Digitalisierungsprojekte werden sogar zu 77 Prozent aus laufenden Einnahmen finanziert, Bankkredite spielen mit rund vier Prozent praktisch keine Rolle.

Es verwundert daher nicht, dass laut KfW-Bankengruppe fast 50 Prozent aller mittelständischen Firmen weniger als 10.000 Euro im Jahr in die Hand nehmen, um den digitalen Wandel voranzutreiben. Lediglich zwölf Prozent der befragten Unternehmen investieren derzeit mehr als 40.000 Euro jährlich in digitale Projekte. Dabei ist der Digitalisierungsgrad im deutschen Mittelstand stark ausbaufähig: Nur ein Fünftel der befragten Unternehmen kann überhaupt eine Digitalisierungsstrategie aufweisen. Rund einem Drittel fehlt die technologische Infrastruktur für den Start ins digitale Zeitalter –Defizite vermeldet die KfW unter anderem im Bereich zukunftsfähiger ERP Software.

Auch für das Bundesforschungsministerium BMBF ist die Förderung der Digitalisierung alternativlos: Für die Umsetzung der Forschungsagenda Industrie 4.0 wurden bisher Fördermittel in Höhe von über 470 Millionen Euro bewilligt und eingeplant.

Förderung der Digitalisierung bei KMU – welche Möglichkeiten gibt es?

Um die Digitalisierung – und den Innovationswillen – der Wirtschaft in Deutschland voranzutreiben, benötigen KMU mehr finanzielle Sicherheit und mehr Unterstützung. Was viele Unternehmen nicht wissen: Bund, Länder, Banken und auch die EU haben Förderprogramme aufgelegt, um dem Mittelstand unter die Arme zu greifen. Das Spektrum der angebotenen Leistungen ist groß und reicht von vergünstigten Zinssätzen über Zuschüsse und Prämien bis hin zur strategischen Beratung.

Jedes Programm setzt eigene Schwerpunkte. Gefördert und bezuschusst werden beispielsweise:
 

  • IT-gestützte Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen
  • Automatisierung und Vernetzung der Produktion
  • Digitalisierung und Automatisierung von Workflows
  • Industrie 4.0-Forschungsprojekte
  • Migration von IT-Lösungen
  • neue Infrastruktur und Zertifizierungen für mehr IT-Sicherheit


Wer fördert was? Wichtige Fördertöpfe für die Digitalisierung der Wirtschaft


Horizont 2020 / KMU-Instrument

Ziel der europaweiten Initiative Horizont 2020 ist es, eine wissens- und innovationsgestützte Gesellschaft und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen. Gefördert werden sowohl Verbundprojekte mehrerer Unternehmen als auch Einzelunternehmen mit europäisch bzw. global ausgerichtetem Businessmodell.

Eine der bekanntesten Maßnahmen zur Förderung der Digitalisierung innerhalb des Rahmenprogramms Horizont 2020 ist das „KMU-Instrument“. Das Programm richtet sich an innovationsfreudige kleinere und mittlere Unternehmen sowie Start Ups mit Sitz in einem EU-Staat, maximal 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. Euro.

Gefördert werden alle Phasen entlang des Innovationszyklus:

  • In Phase 1 („Machbarkeit“) wird eine ökonomische Machbarkeits- oder Durchführbarkeitsstudie mit pauschal 50.000 Euro unterstützt.
  • In Phase 2 („Umsetzung“) werden Innovations- und Entwicklungsmaßnahmen mit 0,5 bis 2,5 Millionen Euro gefördert. Die Förderquote beträgt 70 Prozent.
  • In Phase 3 („Kommerzialisierung“) gibt es keine Fördergelder, aber Schulungen und Zugang zu einem Investorennetzwerk, um den Markteintritt zu erleichtern.
     

Weiterführende Informationen:
KMU-Instrument: http://www.nks-kmu.de/foerderung-kmu-instrument.php
Horizont 2020: http://www.horizont2020.de/


COSME

Das EU-Programm COSME unterstützt bis Ende 2020 Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen mit besonderem Schwerpunkt auf der Förderung der Digitalisierung in KMU. Antragsberechtigt sind neben öffentlichen Einrichtungen auch Unternehmen, Existenzgründer, Verbände und Vereine sowie Freie Berufe.

Fördermaßnahmen sind

  • Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten in allen Lebensphasen des Unternehmens, von der Gründung bis zur Expansion (Bürgschaften, zinsbegünstigte Darlehen oder Beteiligungen an Eigenkapital).
  • Unterstützung durch Weiterbildung und Know-how-Transfer
     

Weiterführende Informationen:
http://ec.europa.eu/growth/smes/cosme/


Eurostars

Eurostars ist ein gemeinsames Programm von EUREKA und der Europäischen Kommission, mit dem Ziel, KMU für eine europäische Zusammenarbeit in Forschungs- und Entwicklungsprojekten zu motivieren. Eurostars-Projekte sind technologieoffen und dienen zivilen Zwecken. Förderfähig sind forschungs- und entwicklungsbezogene Kosten ausschließlich bis zur Erstellung eines Prototyps.

Anträge zur Förderung der Digitalisierung können von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start Ups gestellt werden, die mindestens zehn Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung investieren oder zehn Prozent ihres Personals in diesem Bereich einsetzen. Die Förderquote für KMU beträgt 50 Prozent – dabei handelt es sich um eine nicht zurückzuzahlende Zuwendung. Der nächste Einreichungsstichtag ist der 13.9.2018.

Weiterführende Informationen:
http://eurostars.dlr.de/index.php


ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit

Das Förderprogramm der KfW-Bank unterstützt den Finanzierungsbedarf im Zusammenhang mit einem Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben. Mögliche Beispiele sind die Einführung innovativer Fertigungsverfahren wie 3D-Druck, der Aufbau innerbetrieblicher Breitbandnetze, die Vernetzung von ERP- und Produktionssystemen oder der Aufbau digitaler Vertriebskanäle.

Den Innovationskredit mit günstigen Zinskonditionen beantragen können alle mittelständischen Unternehmen und Freiberufler, die seit mindestens zwei Jahren am Markt sind und als "digital" oder "innovativ" gelten. Kriterien sind dabei beispielsweise der Betriebskostenanteil für F&E oder gewonnene Innovationspreise. Die Kredithöhe bewegt sich zwischen 25.000 und 25 Millionen Euro.

Weiterführende Informationen:
https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-(Inlandsf%C3%B6rderung)/PDF-Dokumente/6000004011_M_380_390_391.pdf


ERP-Mezzanine für Innovation

Das Förderprogramm der KfW-Bank unterstützt die Entwicklung neuer Produkte, Prozesse und Dienstleistungen mit bis zu fünf Mio. Euro. Wichtig: Das Projekt muss sich vom Stand der Technik in der EU abheben. Gefördert werden unter anderem Projekt- und Personalkosten, Beratungskosten, Forschungs- und Entwicklungskosten oder Testreihen – ausschließlich bis zum Beginn der kommerziellen Nutzung.

Der Kredit kann von privaten Unternehmen und Freiberuflern beantragt werden, die seit mindestens zwei Jahren geschäftstätig sind, mit einem Gruppenumsatz von maximal 500 Mio. Euro.

Weiterführende Informationen:
https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-(Inlandsf%C3%B6rderung)/PDF-Dokumente/6000004010_M_360_361_364.pdf


go-digital

Das BMWi zielt mit go-digital auf die Förderung der Digitalisierung bei kleinen und mittleren Unternehmen ab, unterstützt bei der Optimierung des Arbeitsalltags und finanziert Maßnahmen, die vor dem Verlust sensibler Daten schützen. Autorisierte Beratungsunternehmen begleiten die Unternehmen dabei in den drei Modulen "Digitalisierte Geschäftsprozesse", "Digitale Markterschließung" sowie "IT-Sicherheit" und entlasten von Formalitäten wie Anträgen und Nachweisen.

Die Beratungsleistungen in einem ausgewählten Modul (mit gegebenenfalls erforderlichen Nebenmodulen) werden mit einer Förderquote von 50 % auf einen maximalen Beratertagessatz von 1.100 Euro gefördert. Bei einer Kombination von Hauptmodul und Nebenmodul(en) sind maximal 30 Beratertage förderfähig.

Weiterführende Informationen:
http://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/go-digital/go-digital.html


go-inno

Mit den Innovationsgutscheinen des BMWi können KMU die go-inno Innovationsberatung zur Vorbereitung von Produkt- oder technischen Verfahrensinnovationen sowie zur Professionalisierung ihres Innovationsmanagements in Anspruch nehmen.

Die Gutscheine decken bis zu 50 Prozent der Ausgaben für externe Beratungsleistungen durch vom BMWi autorisierte Beratungsunternehmen.

Weiterführende Informationen:
http://www.innovation-beratung-foerderung.de/INNO/Navigation/DE/go-Inno/go-inno.html

Mittelstand 4.0 - Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse

Die Initiative des BMWi unterstützt Mittelstand und Handwerk bei der Digitalisierung, Vernetzung und Einführung von Industrie 4.0-Anwendungen. Dabei stehen den Unternehmen deutschlandweit vier Mittelstand 4.0 Agenturen und über 20 Kompetenzzentren mit unterschiedlichen Schwerpunkten zur Seite. Ziel ist die Bereitstellung von Know-how, Beratung, „Industrie 4.0 zum Anfassen“ sowie Hilfestellung bei der Erprobung von Anwendungen.

Weiterführende Informationen:
http://www.mittelstand-digital.de/DE/Foerderinitiativen/mittelstand-4-0.html


Förderprogramme der Länder

Neben den großen Initiativen von Bund und EU lohnt auch ein Blick auf kleinere Programme der Länder zur Förderung der Digitalisierung. Hier nur eine kleine Auswahl:

 

Tipp für die individuelle Förderung: Digitalisierung braucht Beratung

Je nach Initiative unterscheiden sich Zielgruppe, geförderte Projekte und Förderkonditionen. Recherchieren Sie deshalb ausführlich, welches Programm sich am besten für Ihre Unternehmensgröße und Ihre Digitalisierungsstrategie eignet! In vielen Fällen macht auch die Beratung durch Experten Sinn, die den „Fördermittel-Dschungel“ lichten.

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