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Digitalisierung Deutschland: Wann wird ein digitaler Mittelstand Realität?

Digitalisierung Deutschland: Wann wird ein digitaler Mittelstand Realität?

Die Digitalisierung ist keine Modeerscheinung. Sie ist ein allumfassendes Phänomen, das unsere gesamte Geschäftswelt massiv beeinflussen wird. Auch für deutsche Mittelständler bietet sie große Zukunftschancen. Sie ermöglicht Innovationen, fördert die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und wird den Wettbewerb verändern.


Digitale Technologien und deren gezielter Einsatz werden letztlich darüber entscheiden, ob Deutschland seine ökonomische Leistungsfähigkeit beibehält. Wo stehen wir aktuell? Wie digital ist der Mittelstand hierzulande bereits? Dieser Artikel beleuchtet den Status quo und zeigt die größten Digitalisierungshemmnisse auf.

Digitaler Mittelstand könnte Innovationsmotor der Zukunft sein

Seit jeher ist der Mittelstand in Deutschland von enormer Bedeutung für Innovationsprozesse. Mittlere Unternehmen sind aufgrund ihrer Spezialisierung, Flexibilität und der geringen internen Bürokratie wesentlich besser dazu in der Lage, Innovationsaktivitäten zu organisieren, als Großunternehmen. Gelingt es den Mittelständlern, Digitalisierung als Innovationstreiber zu implementieren, können enorme Potenziale erschlossen werden.

Die Hauptvorteile sind neue Umsatzquellen, niedrigere Kosten und höhere Produktivität. Dies führt zu der Frage, wo die deutsche Wirtschaft aktuell steht. In welchem Maße ist die Digitalisierung bereits im deutschen Mittelstand angekommen? Oder verschlafen wir gar die überaus wichtige Entwicklung? Eine interessante Studie hierzu kommt von der Innovation Alliance, einem Verbund namhafter Unternehmen der IT-Branche.

Digitalisierung: Deutschland und seine Unternehmen haben Ängste

Die Studie der Innovation Alliance trägt den Titel „Psychologie der Digitalisierung“. Wie der Name verrät, wurden die 500 involvierten Entscheider mittelständischer Betriebe nicht nur gefragt, was Digitalisierung für sie wirtschaftlich und technisch bedeutet. Es ging auch um die psychologische Wahrnehmung zu diesem Thema. Der tiefe Einblick in die Gefühlswelt deutscher Unternehmen offenbart, was viele vermuten: Jeder zweite Befragte stuft die Digitalisierung als Wagnis ein.

Vorbehalte und Ängste zu diesem Thema sind also weit verbreitet. Ein digitaler Mittelstand ist dennoch aus Sicht von über 75 Prozent der Studienteilnehmer unumgänglich. Die Mittelständler betonen mehrheitlich jedoch auch, dass sie die Digitalisierung als enorme Herausforderung ansehen, der sie mit ihren eigenen Fähigkeiten nicht begegnen können. Alleine die emotionalen Hürden seien sehr hoch, so das Fazit der Studienmacher.

Wie sieht ein digitaler Mittelstand im Idealfall aus?

Der Kern der Digitalisierung ist die Verbindung von Prozessen, Maschinen und Produkten sowie eine Vernetzung der physischen und der realen Welt. Die Basis bildet die Umwandlung analoger in digitale Daten. Besonders hohe Potenziale sehen Experten im Produktionssektor, wo die Digitalisierung häufig mit dem Begriff „Industrie 4.0“ umschrieben wird. Hier geht es vordergründig um autonome Anlagen, Maschinen, Produkte und Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Auch das sogenannte Internet of Things, kurz IoT, kommt im Zusammenhang mit einem digitalen Mittelstand immer wieder ins Gespräch.

Tatsächlich sind intelligente Objekte, die mit Produktionsanlagen, anderen Endgeräten und auch untereinander kommunizieren können, eine weitere Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit einer smarten Fabrik. Eine umfassende Digitalisierung kann darüber hinaus nur dann erreicht werden, wenn die IT prozessübergreifend eingesetzt und Insellösungen eliminiert werden. Hier besteht im Mittelstand immer noch Nachholbedarf.

Studie des IW Köln: Das sind die größten Digitalisierungshemmnisse

In einer Metastudie fasst das Institut der deutschen Wirtschaft Köln 46 einzelne Studien zusammen und nennt die Gründe, aus denen die Digitalisierung im Mittelstand nicht stärker an Fahrt aufnimmt. Die Top 4 sind:

  1. hohe Anforderungen an die IT-Security
  2. hoher Investitionsbedarf
  3. mangelndes Know-how
  4. fehlende Standards

Anforderungen an die IT-Sicherheit sind hoch

Im digitalen Wandel spielen Datensicherheit und Datenschutz eine zentrale Rolle. Je mehr Maschinen, Menschen und Prozesse vernetzt sind, desto angreifbarer sind sie durch Cyber-Kriminelle. Ein Diebstahl sensibler Daten gehört ebenso zu den Risiken wie eine Störung oder Manipulation des Geschäftsbetriebs.

Möchte der Mittelstand digital werden, so benötigt er demnach ein hohes Level an IT-Sicherheit. Unmittelbaren Einfluss nehmen hier Tools wie Virenscanner, Firewalls, Datenverschlüsselung und regelmäßige Updates. Darüber hinaus sind organisatorische Maßnahmen wie die Vergabe von Zugriffsrechten und regelmäßige Mitarbeiterschulungen erforderlich. Im Rahmen einer Sicherheitszertifizierung kann die Wirksamkeit der Aktivitäten überprüft und belegt werden.

Zahlreiche Mittelständler verfügen jedoch nicht über ausreichend Know-how, um Sicherheitslücken zu identifizieren und einen wirksamen Schutz zu gewährleisten. Hohe Investitionen in Personal oder externe Dienstleister wären erforderlich, um ein geeignetes Sicherheitslevel herzustellen. Entsprechend ist die IT-Security derzeit eines der größten Digitalisierungshemmnisse.

Hohe Kosten

Der Investitionsbedarf zur Digitalisierung in Deutschland ist vielfältig. Zunächst fallen Kosten für digitale Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette und Aufwände für die Produktionsautomatisierung an. Flankierend muss in IT-Sicherheit investiert werden und es sind aufwendige Schulungsmaßnahmen erforderlich.

Insbesondere für mittelständische Unternehmen ist jedoch kaum abschätzbar, wie hoch der Investitionsbedarf insgesamt ausfällt und ob er mit dem zu erwartenden Ertrag im Einklang steht. Anders formuliert: Die Profitabilität der Digitalisierung ist unklar. Rund 60 Prozent der Unternehmen stufen die Kosten als zu hoch ein. Entsprechend erfolgen Investitionen nur zögerlich.

Mangelndes Know-how

Eine weitere zentrale Hürde für den digitalen Wandel stellt der Mangel an technisch versiertem Personal dar. Die Anforderungen an qualifizierte Mitarbeiter im Rahmen digitalisierter, agiler und datengetriebener Prozesse sind hoch. Zudem müssen Industrie-4.0-Technologien erst erlernt werden. Darüber hinaus steigt der Bedarf an IT-Spezialisten und Datenanalysten. Entsprechende Fachkräfte sind aktuell schwer zu rekrutieren.

Fehlende Standards führen zu Unsicherheit

Ein digitaler Mittelstand ist im Idealzustand von Prozessen geprägt, die sowohl innerhalb des Unternehmens als auch über Unternehmensgrenzen hinweg digitalisiert sind. Naturgemäß sind hierfür zahlreiche Schnittstellen zu überwinden. Produkt- und Prozessstandards sind daher von hoher Bedeutung. Sie spielen auch deshalb eine wichtige Rolle, da keine einheitliche „Form“ der Digitalisierung existiert und sich Unternehmen in verschiedensten Digitalisierungsphasen befinden.

Wickeln manche Unternehmen ihre Kundenbestellungen etwa immer noch per Fax ab, so nutzen andere bereits zu 100 Prozent Online-Kanäle für ihren Vertrieb. An dieser Stelle ist unter anderem das BMWi gefordert. Aktuell arbeiten verschiedene Gruppen an der Schaffung von Standards – verbindliche Beschlüsse fehlen jedoch bislang.

Digitalisierung: Deutschland muss bessere Rahmenbedingungen schaffen

Fassen wir zusammen, so ist derzeit besonders die Politik gefordert, wenn ein digitaler Mittelstand zur Realität werden soll. Aus den genannten Hemmnissen lassen sich Maßnahmen ableiten, mit denen das BMWi Digitalisierung im Mittelstand gezielt vorantreiben könnte. Über einen flächendeckenden Breitbandausbau sind sich sämtliche Parteien einig. Wichtiger wird es sein, die IT-Sicherheit durch Information, Leitfäden und finanzielle Unterstützung zu stärken.

Es gilt darüber hinaus, Bürokratie abzubauen und unkomplizierte Innovationsförderprogramme aufzulegen. Auch die Bildungspolitik muss stärker in Richtung digitaler Kompetenz ausgerichtet werden, um eine ausreichende Zahl an Fachkräften sicherzustellen. Nicht zuletzt müssen allgemein verbindliche Standards geschaffen werden, damit sich Unternehmen, Systeme, Maschinen, Produkte und Menschen ohne Reibungsverluste an den Schnittstellen vollständig vernetzen können.

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