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Automotive-Serie #1: So startet die Automobilindustrie ins Jahr 2017

Automobilindustrie 2017

Deutschland und das Auto – eine Erfolgsgeschichte mit langer Tradition. Seit Carl Benz im Januar 1886 das weltweit erste Automobil zum Patent anmeldete, entwickelte sich die Automobilindustrie zum Zugpferd der deutschen Wirtschaft. Der 130. Geburtstag des Autos ist deshalb ein guter Anlass, dem Thema Automotive eine vierteilige Artikelserie zu widmen: Wie ist der Status Quo? Welche Trends und Herausforderungen beschäftigen die Automotive-Branche? Und wie können moderne ERP Automotive Systeme im Allgemeinen (und abas ERP im Speziellen) OEM und Zulieferer unterstützen? In Teil 1 nehmen wir die aktuelle Situation der Automobilbranche unter die Lupe.

Die Automobilindustrie in Zahlen: der Weltmarkt

„Es war ein gutes Automobiljahr“, zog Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) ), im Dezember 2016 Bilanz. Diesel-Skandal und den schwächelnden Märkten in Russland und Brasilien zum Trotz legte der Pkw-Weltmarkt um 4 Prozent zu und knackte erstmals die 80-Millionen-Marke.

Auch für 2017 erwartet der VDA weiteres Wachstum – wenn auch mit weltweit 2 Prozent nicht mehr ganz so steil. Die Nachfrage in Westeuropa entwickelt sich stabil, ein starkes Plus verspricht der chinesische Markt. Die Auswirkungen des Brexit für den Markt in Großbritannien und mögliche Änderungen des Freihandelsabkommens mit den USA lassen sich hingegen derzeit nur schwer abschätzen.

Deutsche Automobilindustrie auf Rekordniveau

Die deutschen Automobilhersteller und ihre Zulieferindustrie starten mit guten Voraussetzungen ins kommende Jahr: Deutschland ist nach China, den USA und Japan der viertgrößte Kraftfahrzeugproduzent der Welt und gilt dank F&E-Aufwendungen von über 20 Mrd. Euro als Innovationsführer der Automotive-Branche.

Gemessen am Umsatz ist die Automobilindustrie der mit Abstand wichtigste Industriezweig in Deutschland. Über 810.000 Beschäftigte (Rekordstand seit 25 Jahren!) erwirtschafteten 2016 nach aktuellen Hochrechnungen einen Umsatz von über 400 Mrd. Euro. Mehr als 75 Prozent aller hier produzierten Pkws werden exportiert – was Deutschland zum Exportmeister macht, aber gleichzeitig Abhängigkeiten von freien Auslandsmärkten schafft.

Zulieferindustrie vor großen Herausforderungen

Eine zentrale Rolle für den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie spielt die enge Zusammenarbeit zwischen OEM und Zulieferern. Durch den Trend zur verstärkten Arbeitsteilung und die wachsende Nachfrage nach Vorleistungen, Komponenten und Teilen ist in Deutschland eine weltweit einzigartige Systemlandschaft aus globalen Herstellern und mittelständischen Zulieferern entstanden. Rund 70 Prozent der Wertschöpfung entfallen heute auf die Zulieferkette – Tendenz steigend.

Eine enorme Herausforderung für die stark mittelständische geprägte Zulieferindustrie ist die Globalisierung. Denn die Auslandsproduktion der deutschen Konzernmarken steigt und hat erstmals die 10-Millionen-Marke überschritten – zunehmend erwarten die Automobilhersteller eine Präsenz ihrer Zulieferer vor Ort auch an ausländischen Produktionsstätten. Die Kompetenz, weltweit produzieren und liefern zu können, hat deshalb auch für Zulieferer an Bedeutung gewonnen.

Preisdiktate und sinkende Margen bei gleichzeitig wachsenden Anforderungen an die Innovationsleistung der Zulieferkette erhöhen den Druck auf die KMU-Betriebe zusätzlich. Nicht zuletzt müssen die Produktions- und Logistikprozesse fit gemacht werden für die digitale Transformation. Während die Branchengiganten der Zulieferpyramide längst dabei sind, sich strategisch wie operativ neu auszurichten, sind viele kleinere Zulieferbetriebe noch auf der Suche nach der richtigen Strategie, um langfristig im Wettbewerb bestehen zu können.

Wohin geht die Reise der Automobilindustrie?

Fazit: Die Ausgangslage der Automobilindustrie für 2017 ist gut – doch warten große, teils disruptive Veränderungen auf Hersteller wie Zulieferer. Neue Antriebe, Klimaschutz, Digitalisierung und Handelsrestriktionen fordern „Mut und Realitätssinn“, so Matthias Wissmann, Präsident des VDA. In Teil 2 unserer Automotive-Serie werden wir die wichtigsten Trends der Branche beleuchten.

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