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Automotive 2016: Unterwegs in schwierigem Gelände

Automotive Industrie

„Das vergangene Jahr war für die deutsche Automobilindustrie wie das Wetter im April: Von Sonnenschein bis zu Sturmwolken und sogar Hagel war alles vertreten“, so Matthias Wissmann, VDA-Präsident beim diesjährigen Neujahrsempfang des Branchenverbands. Eine treffende Zusammenfassung für 2015, denn den Umsatzrekorden in Westeuropa, China und den USA standen nicht nur die VW-Krise, sondern auch starke Einbrüche in den Hoffnungsmärkten Brasilien und Russland gegenüber.

Die Automobilbranche steht vor einem tiefgreifenden Strukturwandel, der insbesondere den Mittelstand vor große Herausforderungen stellt. „Heiße Eisen“ wie Industrie 4.0, Globalisierung, volatile Märkte und Innovationsdruck beschäftigen nicht nur die OEMs, sondern erhöhen die Anforderungen an die gesamte Lieferkette. "Der Gegenwind wird stärker", ist sich auch Matthias Wissmann sicher.

Mit welchen Fragen müssen sich mittelständische Zulieferer 2016 auseinandersetzen? Und wie können ERP-Systeme dazu beitragen, die veränderten Prozesse optimal zu unterstützen? 

Nicht nur die VW-Krise streut Sand ins Getriebe

Ob Schraube oder Baugruppe: Der Preisdruck auf die Zulieferer ist zwar nicht neu, nimmt aber drastische Dimensionen an. Allein VW will 3 Milliarden Euro bei den Zulieferbetrieben einsparen – die Kosten des Softwareskandals lassen grüßen... Aber auch andere Automobil-Hersteller sorgen mit Mehrraumverhandlungen, „Pay-to-Play“-Praktiken, Einkaufskartellen und Internetauktionen für schwindende Gewinnmargen.

Gleichzeitig verlagern die OEMs Wertschöpfungsanteile (und damit das unternehmerische Risiko) hin zu ihren Zulieferern. Der Mittelstand soll künftig einen (noch) größeren Beitrag zur Entwicklung von Innovationen leisten – ein finanziell riskanter Spagat zwischen Dumpingpreisen und steigenden Forschungsausgaben. Um weiterhin profitabel zu arbeiten, müssen auch die Zulieferer knallhart kalkulieren und ihre Effizienz kontinuierlich hinterfragen und verbessern. Die Folge: eine Preisspirale, die sich durch die Lieferpyramide vom First Tier abwärts zieht.Automotive - Sand im Getriebe

Die Globalisierung ist für die Automobilbranche Fluch und Segen zugleich. Einerseits sorgen neue Absatzmärkte wie China für beste Konjunkturdaten, andererseits verlagern auch die Hersteller ihre Produktionsstätten verstärkt nach Asien und Südamerika. Für mittelständische Zulieferbetriebe stellt sich die Frage, ob sie ebenfalls in internationale Standorte investieren sollen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. 

Auch das Thema Industrie 4.0 zwingt Automobil-Zulieferer zum Handeln. Der Mittelstand muss zu den OEMs aufschließen, fordert Professor Frank Mantwill in einem aktuellen Interview des Fachmagazins „Automobil Produktion“. Dabei geht es nicht nur um eine Vernetzung des Produkts „Auto“, sondern die größte Herausforderung liegt in der Umsetzung neuer digitalisierter Abläufe von der Entwicklung über das Qualitätsmanagement bis hin zur Logistik – eben nicht nur Smart Cars, sondern Smart Manufacturing. Um hier mit den OEMs Schritt halten zu können, ist bei den Zulieferern neben massiven IT-Investitionen auch der Aufbau von betriebsinternen Kompetenzen nötig.

Wie bleiben Automobil-Zulieferer auf der Straße des Erfolgs?

Doch die Zulieferer wissen auch um ihre Stärken. Schließlich haben die schlanken Abläufe und die organisatorische Flexibilität kleiner und mittlerer Unternehmen, ihr technisches Know-how und ihr Innovationsgeist maßgeblich dazu beigetragen, dass die deutsche Automotive-Industrie dort steht, wo sie heute ist: viertgrößer Automobilhersteller weltweit und Arbeitgeber für jeden siebten Arbeitnehmer in Deutschland.

Experten sind sich einig: Der Mittelstand hat das Potenzial, den Strukturwandel zu meistern. Denn die Lösungen für die anstehenden Veränderungen liegen nicht in Größe und Geld allein, sondern auch in qualifiziertem Personal, effizientem Projektmanagement, intelligenter Prozessoptimierung sowie einer gestärkten Verhandlungsbasis durch Alleinstellungsmerkmale und Technologieführerschaft.

Mehr Dynamik und höhere Flexibilität verlangen dem Management jedoch immer schnellere Entscheidungen ab – die Nase vorn haben deshalb Zulieferer, die Daten nicht nur sammeln, sondern auch schnell analysieren, bewerten und bereitstellen können. „Just in Time“ gilt nicht nur für Produktion und Lieferung, sondern auch für das Handling von Informationen.

Automotive-ERPs nehmen an Fahrt auf

Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach immer leistungsfähigeren ERP-Systemen in der Automotive-Branche wächst.

Was branchenspezifische ERP-Systeme für Zulieferer leisten können:

  • Innovationszyklen beschleunigen und Kosten senken durch optimal aufeinander abgestimmte und automatisierte Prozesse bei Beschaffung, Produktion und Qualitätskontrolle
  • Transparenz erhöhen und Kommunikation verbessern durch Anbindung aller Kunden und Lieferanten auf Basis von EDI-Standards und gängigen Normen
  • Volatilitätsrisiken minimieren und Reaktionszeiten verkürzen durch Echtzeit-Simulationen und anwenderfreundlich aufbereitete Daten
  • Termintreue unterstützen durch Abbildung der geforderten Just-in-Sequence-Belieferung inklusive herstellerspezifischer Sonderprozesse

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