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abas Expertenreihe: Pierre Baudoin

Pierre

Pierre Baudoin ist CEO bei abas Ibérica in Spanien und abas France. Er ist seit 2001 beim Unternehmen – dem Jahr, als abas Ibérica Teil des Partnernetzwerks der abas Software AG wurde. Im Interview erzählt er uns mehr über seine Aufgaben bei abas Ibérica und die Rolle von abas als globales Unternehmen.

Wie genau sieht deine Aufgabe bei abas Ibérica und abas France aus? Und welche Rollen nehmen die beiden Unternehmen im weltweiten Netzwerk von abas ein?

Pierre: Als CEO bei abas Ibérica und abas France bin ich natürlich dafür verantwortlich, dass beide Unternehmen gesund sind. Ich habe die Aufsicht über die strategische Entwicklung. Konkret aufs Tagesgeschäft bezogen sieht das so aus, dass ich vor allem unseren Vertrieb organisiere und alle Marketing-Aktivitäten mit koordiniere. Die Arbeit in diesen stark kundenorientierten Bereichen macht mir viel Spaß.

abas Ibérica ist seit 2001 Teil des Partnernetzwerks der abas Software AG, abas France stieß ein paar Jahre später dazu. Beide Regionen sind für abas wichtige Wachstumsmärkte, tatsächlich sogar die am schnellsten wachsenden in Europa. Als einer der ältesten Partner im Netzwerk erfüllen wir bei der Betreuung dieser nicht-deutschsprachigen Märkte eine zentrale Aufgabe.

Unseren guten Verbindungen zur abas Software AG und den anderen internationalen Partnern sind für uns ein echter Wettbewerbsvorteil auf diesen Märkten. Viele unserer Mitbewerber im spanischen und französischen ERP-Bereich sind, was interne Prozesse, die Produkte und Unternehmensphilosophie betrifft, längst nicht so weit wie wir. Ich kann sagen, dass wir in beiden Regionen die Messlatte ein ganzes Stück höher gelegt haben. Unser Erfolg kann für abas daher sicherlich auch als Modell für zukünftige Expansionen in neuen Regionen dienen.

abas ist global aufgestellt. Inwieweit ist das für dich eine der Stärken des Unternehmens? Wie profitieren die Kunden von der internationalen Ausrichtung?

Pierre: Wir sind ein globales Unternehmen mit Kunden auf der ganzen Welt. Und auch wenn unsere Kunden aus ganz verschiedenen Branchen kommen, teilen doch viele die gleichen Herausforderungen – denn ein globales Unternehmen zu lenken, ist eben komplex. Da gibt es also schon einmal ein hohes Maß an Verbundenheit. In Spanien und Frankreich verhält es sich so, dass die meisten unserer Kunden dort ihren Hauptsitz haben, die Produktion aber in andere Länder ausgelagert haben oder dort Tochterfirmen unterhalten.

Aber es geht nicht nur darum, international zu sein. Nehmen Sie Microsoft – das ist ein globales Unternehmen. Wir sind mehr als das. Wir pflegen ein Netzwerk von Spezialisten, die unser Angebot genauso gut kennen wie die Branchen, in denen sie aktiv sind.

Das ist der wahre Vorteil, den abas bietet. Und die Partner stehen nicht miteinander in Konkurrenz – etwa USA gegen Deutschland oder Deutschland gegen uns. Wir arbeiten untereinander eng zusammen. Jeder hilft jedem. Das merken unsere Kunden natürlich.

Wenn einer unserer spanischen Kunden die Produktion in China ausbauen möchte, bringen wir unsere chinesischen Partner ins Spiel, der ihn vor Ort viel besser betreuen kann. Gleichzeitig stimmen wir uns immer gut ab, damit beim Kunden wirklich alle Geschäftsaspekte reibungslos ineinander greifen. Es ist einfach so: Auf lokaler Ebene könnten wir untereinander gar nicht konkurrieren, da hat der jeweils andere immer mehr Expertise. Also arbeiten wir lieber eng zusammen. Viele international aufgestellte Unternehmen verfahren anders. Da machen sich die Partner gegenseitig Konkurrenz. Die Kunden müssen doch glauben, es mit zwei Anbietern mit gänzlich unterschiedlichen Zielen zu tun zu haben.

Ein globales Partnernetzwerk gibt uns aber auch Stabilität, und das ist ebenfalls gut für unsere Kunden. Sie wissen, dass wir auch in vier oder fünf Jahren noch da sind mit unseren Dienstleistungen und Upgrades. Wir konnten die europäische Wirtschaftskrise nicht zuletzt deshalb so gut meistern, weil wir so enge Verbindungen zu unseren Partnern pflegen. Die Krise hat Spanien und Frankreich hart getroffen – und wir sind trotzdem weiter gewachsen. Das liegt daran, dass abas als Ganzes ein starkes Unternehmen ist.

Kannst du etwas mehr über die Rezession in Südeuropa erzählen? Wie kann ein Unternehmen seine Prozesse und Infrastrukturen optimieren, z. B. mit ERP, um gestärkt aus Krisen hervorzugehen?

Pierre: Dafür fällt mir ein gutes Beispiel ein: Um 2007/2008 konnten wir hier in Spanien einen Automobilzulieferer als Kunden gewinnen. Im Juni 2008, dem Beginn der Krise in Spanien, hatte das Unternehmen rund 200 Angestellte. Die Krise nahm ihren Lauf, und kurz nach Abschluss der Implementierung mussten die Mitarbeiterzahlen mehr als halbiert werden.

Das ist natürlich hart, aber tatsächlich half abas ERP dem Unternehmen ganz erheblich, die Krise durchzustehen. Das lag vor allem an der Flexibilität der Plattform. Obwohl sie ursprünglich auf ein Unternehmen mit 200 und mehr Mitarbeitern ausgelegt war, konnte der Zulieferer sie auch mit der Hälfte der Mitarbeiter in den schwersten Jahren der Krise effektiv nutzen.

Auch was die Kosten für Instandhaltung betrifft, ist abas ERP äußerst wettbewerbsfähig. In den Krisenjahren haben wir beim Kunden zwei oder drei Upgrades durchgeführt. Bedenken Sie, dass es wirklich turbulente Zeiten waren. Die spanische Automotive-Industrie gehörte zu den Branchen, die von der Rezession am schwersten getroffen wurden. Dank unserer kostengünstigen Upgrades konnte man das System und den Betrieb auch dann noch in Gang halten, als viele Mitbewerber das Handtuch warfen.

Heute bin ich stolz, dass dieser Kunde noch immer bei uns ist und Schritt für Schritt auf seine Größe vor der Krise zurückwächst.

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