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6 Technologietrends, die die Einzelfertigungsbranche revolutionieren

Die Einzelfertigungsbranche ist stärker umkämpft als früher und entwickelt sich schneller denn je. Um mithalten zu können, müssen Unternehmen die neuesten Technologietrends kennen und die besonders vielversprechenden davon für sich nutzen. Dabei kommt es auf vier zentrale Aspekte an:

  • Schnellerer Durchsatz: Kunden werden immer anspruchsvoller, und Unternehmen sehen sich gezwungen, ihren Durchsatz zu erhöhen, damit sie von ihren Mitbewerbern nicht überholt werden. Mit neu aufkommenden Technologien können Hersteller ihre Produkte auf den Markt bringen, ihre Vertriebskettenprozesse beschleunigen und Bestellungen so schnell wie möglich an Kunden ausliefern.
  • Immer bessere Qualität: Der Wettbewerb um die beste Qualität ist hart, denn Hersteller möchten ihre Produkte verbessern, ohne Mehrkosten zu generieren oder die Produktauslieferung zu verlangsamen.
  • Agilität/Flexibilität: Umfassendere Anpassungsmöglichkeiten gestatten es Herstellern, sich besser auf veränderte Marktgegebenheiten einzustellen und die notwendigen Vorgänge und Kapazitäten zu etablieren, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.
  • Mehr Effizienz: Wer seinen Betrieb optimiert, um effektiver zu werden, ist seinen Mitbewerbern weit voraus.

Um diese Ziele zu erreichen, gilt es, innovativ zu sein – sprich, die eigenen Prozesse, Technologien und Geschäftsmodelle immer wieder zu verbessern.

Wie also bleiben Unternehmen durch fortschrittliche Technologie wettbewerbsfähig? Wir stellen sechs Trends vor, die die Einzelfertigungsbranche verändern werden: das Internet der Dinge, Advanced Analytics, Robotik, 3D-Druck, Augmented Reality und Drohnen.

Trend 1: Internet der Dinge

Das Internet der Dinge, auch bekannt als Industrie 4.0, vermittelt Herstellern ein höheres Maß an Transparenz über ihre Vorgänge. Sensoren, die in der gesamten Fertigungsanlage und an Maschinen außerhalb des eigenen Standorts angebracht sind, übermitteln Lagerbestände, Betriebsbedingungen, Geräteleistung und andere Einzelheiten, aufgrund derer Unternehmen Maßnahmen ergreifen können.

So kann beispielsweise ein Unternehmen, das Verkaufsautomaten herstellt und wartet, mit den Informationen aus dem Internet der Dinge verschiedene Werte im Blick behalten. Die Überwachung der Automatennutzung in Echtzeit ermöglicht den Bestückungsfahrern, den bei jedem Halt erforderlichen Bestand genau zu ermitteln, den Zustand der Automaten zu überwachen und jeden einzelnen Zwischenstopp effizient abzuwickeln.

Advanced Analytics in manufacturing

Trend 2: Advanced Analytics

All die Daten, die durch die Geräte im Internet der Dinge erfasst werden, dienen der Datenanalyse in Echtzeit und bilden so die Grundlage für strategische und betriebliche Entscheidungen. Mit den entsprechenden Analysen können Unternehmen beispielsweise genauere Präventionsmaßnahmen ergreifen und Vorhersagen treffen, um Ausfälle im Vorfeld zu vermeiden. Im Falle des Herstellers von Verkaufsautomaten aus dem ersten Beispiel werden die Leistungsdaten der Automaten analysiert und neuen Maßnahmen zugrunde gelegt. Unter anderem können folgende Daten erfasst werden:

  • Leistungsdaten, durch die Wartungsmitarbeiter darüber informiert werden, wenn Kühlmittel nachgefüllt oder ein Teil ausgetauscht werden muss, um einen Ausfall zu verhindern.
  • Informationen zur aktuellen Temperatur, die ein Problem darstellen könnte, worauf hin das Personal alarmiert wird, um die Maschine zu überprüfen, bevor sie ausfällt.
  • Nutzungsdaten, anhand derer der beste Zeitpunkt für Reparaturarbeiten ermittelt werden kann, damit der Dienst für Kunden nicht unterbrochen werden muss.
  • Mit dem entsprechenden Feedback können das Produktdesign und die Fertigung verbessert werden.

Das sind nur einige wenige Beispiele dafür, wie durch Analysen auf Basis von Daten aus dem Internet der Dinge der Betrieb zum Besseren verändert werden kann. Zusammengenommen können so der Durchsatz erhöht, der Bedarf besser vorhergesagt und Ausfallzeiten reduziert werden. Und all dies hat positiven Einfluss auf den Umsatz.

Robotics in manufacturing

Trend 3: Robotik

Roboter haben seit den einfachen Stanzen und Bohrern, die noch vor Jahrzehnten in Fabriken eingesetzt wurden, eine enorme Entwicklung durchgemacht. Moderne Roboter können:

  • über Sensoren ermitteln, wie verschiedene Materialien zusammenpassen, und diese dann zusammenfügen und sogar verschweißen
  • die Qualitätskontrolle und Effizienz verbessern, indem sie Aufgaben übernehmen, bei denen Menschen zu fehleranfällig sind
  • mehr menschliche Arbeitskraft für Aufgaben freisetzen, die eine hohe Denkleistung erfordern und bislang vor der Produktion im Hintergrund standen
  • flexibler arbeiten, weil sie einfacher als Menschen zwischen verschiedenen Materialien, Farben und Projekten wechseln können

All diese Aspekte schaffen eine agilere, effizientere Produktionsumgebung, mit der Hersteller sich weg von der Produktion für das Lager hin zur Produktion nach Bedarf entwickeln können. Besonders bei der Einzelfertigung ist das effektiv: Unternehmen können besser reagieren und sind anpassungsfähiger, wenn ihr gesamter Betrieb darauf ausgerichtet ist, auf Anforderung etwas herzustellen, anstatt Lagerbestand zu produzieren.

3D printing in manufacturing

Trend 4: 3D-Druck

Wie die Robotik hat sich auch der 3D-Druck in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Aber anders als bei der Robotik ist diese Technologie noch recht neu und steht erst in den Anfängen, den Herstellungsbetrieb zu verändern. Einfach ausgedrückt, erstellen 3D-Drucker aus einem Rohmaterial anhand eines Schemas ein Objekt aus der realen Welt. Besonders beliebt war das Verfahren bislang, um CAD-Zeichnungen in Kunststoff zum Leben zu erwecken. 3D-Drucker haben sich aber weiterentwickelt und können inzwischen mit den verschiedensten Materialien umgehen – sogar mit sehr starken wie Kohlenstofffasern. Auch ihre Größe ist ganz unterschiedlich, von der kleinen filigranen Maschine bis hin zum Drucker in der Größe eines Hauses, mit dem besonders große Objekte erstellt werden können.

Der Einsatz von 3D-Druckern kann in verschiedenen Bereichen zu enormen Veränderungen führen, beispielsweise bei der Herstellung von Prototypen oder beim Bestandsmanagement. Darüber hinaus eröffnet der 3D-Druck ganz neue Herstellungsmöglichkeiten, weil nur mit dem Ausgangsmaterial Produkte ohne Ausschuss und andere Reste hergestellt werden können.

Augmented Reality in manufacturing

Trend 5: Augmented Reality

Augmented Reality vermittelt eine bessere Vorstellung davon, wie eine Einzelfertigung im realen Leben aussehen wird. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten für betriebliche Effizienz und die Interaktion mit dem Kunden.

Angenommen, ein Kunde möchte einen maßangefertigten ebenerdigen Swimmingpool für seinen Garten. Anstatt für ihn eine Zeichnung anzufertigen, kann der Hersteller mit einem Tablet zum Kunden nach Hause kommen und ihm an der vorgesehenen Stelle im Garten ein virtuelles Bild des Pools zeigen, als wäre er bereits fertig. In Kombination mit Tools zur Produktkonfiguration kann der Pool in Größe und Form direkt angepasst werden, sodass der Kunde die verschiedenen Varianten visuell dargestellt sieht – die Chancen für einen Auftrag sind so wesentlich höher.

Trend 6: Lieferung per Drohne

Drohnen verändern Versand und Logistik, weil sie eine reibungslose Produktlieferung ermöglichen. In Kombination mit Lösungen wie dem 3D-Druck ist folgender Ablauf mit Drohnen denkbar:

  • Ein Kunde gibt um 10.00 Uhr morgens telefonisch eine Einzelanfertigung in Auftrag.
  • Der Auftrag wird verarbeitet und ist um 11.00 Uhr beim 3D-Drucker.
  • Um 12.00 Uhr mittags ist der Artikel gedruckt und per Drohne auf dem Weg zum Kunden.
  • Am Nachmittag des gleichen Tages, nur wenige Stunden nach der telefonischen Bestellung, erreicht die Einzelanfertigung den Kunden.

Drohnen an sich scheinen keine große Sache zu sein, aber in Kombination mit den anderen Möglichkeiten eröffnen Sie Einzelfertigern völlig neue Geschäftsmodelle.

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