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Der längste Tag - abas-Mitarbeiter Thilo Schmalkoke bei der Ironman-WM auf Hawaii


Für viele Triathleten heißt das Ziel der Träume: Hawaii. Der Ironman auf Big Island ist das Wimbledon der Triathlonwelt und zieht auch 2017 über 2.300 Sportler auf die Pazifikinsel. In wenigen Tagen, am Samstag, den 14. Oktober, kommen erneut die besten Triathleten der Welt in den kleinen Küstenort Kailua-Kona, um die Besten zu ermitteln. Den Startern steht der längste und härteste Tag bevor: 3,86 Kilometer Schwimmen im offenen Meer, 180,2 Kilometer Radfahren durch heiße Lavafelder mit teils böigen Winden und zum Abschluss ein Marathon über 42 Kilometer.

Mit Thilo Schmalkoke (45) hat sich auch ein abas-Mitarbeiter für die WM qualifiziert. Aus welchem Holz Triathleten geschnitzt sind, zeigt das folgende Interview mit ihm kurz vor seinem Abflug nach Hawaii.

Redaktion: Wie alt bist du und seit wann betreibst du diesen Extremsport?

Thilo: Richtig angefangen mit Triathlon habe ich 2011. Ich bin 45 Jahre alt.

Redaktion: Ziemlich beeindruckend, sich in einer Sportart für die WM zu qualizifieren, wenn man diese erst 6 Jahre aktiv betreibt. Wie hast du dich für Hawaii qualifiziert?

Thilo: Beim Ironman in Frankfurt im Juli 2017. In Summe bin ich auf Platz 168 von fast 3.000 Startern gefahren und 8. in meiner Altersklasse geworden.

Triathlet Thilo Schmalkoke

Thilo Schmalkoke, IT-Trainer bei abas, Triathlet


Redaktion: So ein Rennen ist irre lang. Was sind die Höhen und Tiefen, die man da durchlebt?

Thilo: Das ist eher unmöglich kurz zusammenzufassen. Ich versuche es mal: Schwimmen lief perfekt, das Wasser hatte die richtige Temparatur, ich war gut drauf. Danach beim Wechsel aufs Rad ist mir ein dämlicher Fehler unterlaufen: Ich habe mir den falschen Rad-Wechselbeutel gegriffen. Also halbnackig wieder zurück zum Beutelständer. Vom Rad gab es wenig Spektakuläres zu berichten. Ich trete im Schnitt zwischen 230 Watt über die Distanz, dabei muss ich darauf achten, an den Steigungen nicht dauerhaft zu überziehen, was mir als kräftigem Fahrer sehr schwer fällt. Gegen Ende zwickte dann auch langsam die Oberschenkelvorderseite etwas krampfig. War aber nicht schlimm - beim Laufen brauche ich die ja nicht.

Mit 4:57:27 h auf dem Rad in die Wechselzone 2 lief alles wie geplant. Der Wechsel lief diesmal ohne Probleme. Nach dem Radfahren ist es immer das Gleiche, das Tempogefühl ist völlig gestört. Ich renne mit 4:30min/km die ersten Kilometer und fühle mich super langsam. Ich schaffe es, mich bei 4:40-4:50min/km einzupendeln. So zuckelt man dann bei teils über 30 Grad vier Runden Main hoch und Main runter. Ab Kilometer 30 wird es dann wirklich Wettkampf: Die Lockerheit ist weg, es wird gebissen. Zum Glück breche ich nicht ein. Bei Kilometer 40 eine letzte Schrecksekunde. Gedanklich schon beim Zieljubel trete ich auf eine Bordsteinkante und knicke um. Zum Glück ist nichts passiert, erinnert mich aber daran, bis zum Ende konzentriert zu bleiben. Dann endlich der Zielbogen auf dem Römerplatz. Die Uhr bleibt bei 9:35:02 stehen. Die Gefühle sind unbeschreiblich und man ist völlig durcheinander.

Redaktion: Thilo, wir alle bei abas drücken dir die Daumen. Phänomenal, was du hier leistest. Wir sind vor allem stolz, dass du im abas-Trikot antrittst. Alle, die es interessiert – das ZDF überträgt den Ironman auf Hawaii hier ab 18:30 am Samstag im Live-Stream.

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